Ein Hemd schlägt ein wie ein Komet

Forscher Matt Taylor ist das TV-Gesicht der Philae-Mission. Nun sorgt der Physiker aber mit seinem Outfit für Schlagzeilen.

Nur hässlich oder auch beleidigend? Matt Taylor mit seinem umstrittenen Hemd während eines Interviews mit der BBC. Bild: Screenshot Youtube/BBC News

Nur hässlich oder auch beleidigend? Matt Taylor mit seinem umstrittenen Hemd während eines Interviews mit der BBC. Bild: Screenshot Youtube/BBC News

Er war schon immer etwas ausgefallen. Einmal, als er von Prinz Andrew empfangen wurde, soll er Flipflops und ein Hawaiihemd getragen haben. Doch jetzt hat es Matt Taylor, Physiker bei der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), in den Augen einiger definitiv zu weit getrieben. Während der Liveübertragung der Rosetta-Mission trug der 41-Jährige ein Hemd, auf dem viele leicht bekleidete Comic-Frauen abgebildet waren.

Einer Journalistin fiel die fragwürdige Kleiderwahl sofort auf:

Auf Twitter entbrannte unter den Hashtags #shirtgate und #shirtstorm eine Diskussion darüber, ob Taylors Hemd frauenfeindlich sei oder nicht. Für manche User ist das Oberteil Frauen gegenüber beleidigend, da sie auf dem Gebiet der Physik ohnehin einen schweren Stand hätten und durch solche Darstellungen abgewertet würden. Andere finden das zwar hässlich, aber nicht beleidigend. Wieder andere drücken einfach nur ihre Sympathie für den extravaganten Wissenschaftler aus.

Er hat sich Philae tätowiert

Neben dem Hemd sorgen auch Matt Taylors Tattoos für Aufsehen. Der Engländer zeigte sie bei den Übertragungen, obwohl er mehrmals angewiesen worden sei, sie zu verdecken, schreibt der «London Evening Standard». Besonders das Tattoo auf Taylors rechtem Oberschenkel fasziniert die Internet-Community. Taylor war so überzeugt vom Erfolg der Mission, dass er sich bereits im Januar ein Bild der Landeeinheit Philae auf dem Kometen Tschury stechen liess.

Der Betroffene hat sich bisher weder zu Hemd noch zu Tattoos geäussert. Dafür sprachen seine Angehörigen mit dem «London Evening Standard»: Der zweifache Vater sei ein Genie, aber manchmal «nutzlos», sagte seine Schwester. Und seine Frau fügte an, es falle ihm schwer, Entscheidungen zu treffen. Vielleicht wird ihm das nun auch bewusst und er holt das nächste Mal, wenn er vor Millionen von Menschen spricht, eine Zweitmeinung zu seinem Outfit ein.

rar

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