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Vulkan versetzt Bewohner auf Hawaii in Angst

Auf Hawaii ist der Vulkan Kilauea ausgebrochen. Darauf folgte eine Serie von Erdbeben mit einer Stärke von bis zu 6,9 auf der Richterskala.

Lava spritzt an die Oberfläche: Der Vulkan Kilauea ist seit Tagen verstärkt aktiv. (Video: Tamedia/AFP/Storyful)

Eine Erdbebenserie hat die Menschen auf Hawaii in Angst versetzt. Beben der Stärke 5,4 und 6,9 ereigneten sich am Freitag (Ortszeit) im Abstand von nur einer Stunde – gefolgt von dutzenden schwächeren Nachbeben, wie die US-Erdbebenwarte mitteilte.

Laut dem Nachrichtenportal «Hawaii News Now» handelte es sich bei dem zweiten grösseren Beben um das stärkste, das seit 1975 auf Hawaii gemessen wurde. Laut Medienberichten wurde kleinere Tsunami-Wellen registriert, eine Gefahr bestand nach Angaben der Behörden nicht.

Starts und Landungen gestoppt

Berichten zufolge rannten Menschen in Panik aus Gebäuden ins Freie, doch wurden zunächst keine grösseren Schäden oder Verletzte gemeldet. Zwischenzeitlich fiel der Strom aus.

Bei dem zweiten grösseren Beben handelt es sich um das stärkste, das seit 1975 auf Hawaii gemessen wurde.
Bei dem zweiten grösseren Beben handelt es sich um das stärkste, das seit 1975 auf Hawaii gemessen wurde.
USGS/EPA, Keystone
Der Kilauea war am Donnerstag ausgebrochen und hatte heisse Asche und glühende Lava gespuckt.
Der Kilauea war am Donnerstag ausgebrochen und hatte heisse Asche und glühende Lava gespuckt.
USGS/EPA, Keystone
Auch im Herbst 2014 überzog der Vulkan die Insel mit Lava. (30. Oktober 2014)
Auch im Herbst 2014 überzog der Vulkan die Insel mit Lava. (30. Oktober 2014)
BRUCE OMORI/PARADISE HELICOPTERS, AFP
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Das Zentrum des Bebens lag unweit des Vulkans Kilauea auf Big Island, der grössten Insel des Archipels im Pazifik – und nur wenige Kilometer unter der Erdoberfläche. Der Kilauea war am Donnerstag ausgebrochen und hatte heisse Asche und glühende Lava gespuckt. 1700 Bewohner von Big Island waren zuvor auf den möglichen Ausbruch hingewiesen und vorsichtshalber zum Verlassen ihrer Wohnungen aufgefordert worden.

Lebensgefahr durch Schwefelgas

Brechen die für Hawaii typischen Schildvulkane aus, kann Lava nicht nur aus dem Krater fliessen, sondern auch durch unterirdische Risse andernorts an die Oberfläche dringen. So brachen am Freitag wieder neue Bodenspalten auf, durch die glühend heisse Lava hervorquoll und kleinere Waldbrände auslöste. Der Zivilschutz warnte gar vor Lebensgefahr durch hohe Schwefelgaskonzentration in der Luft.

Die Verkehrswege auf Hawaii seien indes intakt geblieben, teilte die örtliche Transportbehörde mit. Auch das kurzzeitig verhängte Start- und Landeverbot auf dem Internationalen Flughafen sei nach Inspektion der Pisten schnell wieder aufgehoben worden. Laut dem Stromversorger Hawaii Electric Light waren durch beschädigte Leitungen 14'000 Menschen vorübergehend ohne Strom.

Der Kilauea gilt als einer der aktivsten Vulkane der Welt. Er ist in den vergangenen 35 Jahren immer wieder ausgebrochen. Auf der zu den USA gehörenden Inselkette mitten im Pazifik leben etwa 1,5 Millionen Menschen.

SDA/scl

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