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Erdbeben trifft Südkorea an wichtigem Prüfungstag

Südkorea hat das zweitstärkste Erdbeben seiner Geschichte erlebt. Das Land war schon zuvor in einem angespannten Zustand – wegen einer wichtigen Prüfung.

Eine Seltenheit in Südkorea: Ein Erdbeben erschüttert das Land. (15. November 2017)
Eine Seltenheit in Südkorea: Ein Erdbeben erschüttert das Land. (15. November 2017)
Kim Jun-beom/AP, Keystone
Mehrere Menschen sind verletzt worden.
Mehrere Menschen sind verletzt worden.
Park Jun/AP, Keystone
Die Regierung hat die Behörden angewiesen, «den Schülern zu helfen, ihren Geist während der Prüfung stabil zu halten».
Die Regierung hat die Behörden angewiesen, «den Schülern zu helfen, ihren Geist während der Prüfung stabil zu halten».
Kim Jun-beom/AP, Keystone
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Ein Erdbeben der Stärke 5,4 hat Südkorea erschüttert. Für die Koreanische Halbinsel ist das ein seltenes Ereignis. Die Zahl der Verletzten ist inzwischen auf 57 gestiegen. Etwa 1500 Menschen sind obdachlos.

Das Zentrum des Bebens lag in nur neun Kilometern Tiefe nahe der südöstlichen Industriestadt Pohang. Es war das zweitstärkste jemals in Südkorea aufgezeichnete Erdbeben, fast im ganzen Land einschliesslich in der Hauptstadt Seoul war es zu spüren.

Nationaler Prüfungstag

Das Bildungsministerium verschob nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Yonhap in einem einmaligen Schritt die wichtige nationale Hochschulzulassungsprüfung, die am Donnerstag stattfinden sollte.

Die Hochschulzulassungsprüfung nimmt in dem stark wettbewerbsorientierten Südkorea eine herausragende Bedeutung ein und versetzt das ganze Land in einen Zustand gespannter Erwartung. Dem Yonhap-Bericht zufolge wird die Prüfung um eine Woche verschoben.

Schulen beschädigt

Fünf von 14 Schulen in Pohang, in denen die Prüfung abgehalten wird, seien beschädigt worden. Die Sicherheit der Schüler sei am wichtigsten und Fairness müsse garantiert werden, zitierte Yonhap den Bildungsminister Kim Sang Gon.

Laut dem Bericht wurde die Prüfung erstmals wegen einer Naturkatastrophe verlegt. Präsident Moon Jae In hatte die Behörden des Landes zuvor angewiesen, «alle möglichen Massnahmen vorzubereiten, um den Schülern zu helfen, ihren Geist während der Prüfung stabil zu halten».

Die Koreanische Halbinsel wird selten von Erdbeben erschüttert. Beben und ihre Ursachen werden jedoch grundsätzlich genau untersucht, da sie ein Indikator für mögliche Atomwaffentests im Nachbarland Nordkorea sein können.

SDA/oli

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