Erneut Starkregen, Hagel und Sturm erwartet

Während in der Region Zofingen die Aufräumarbeiten weitergehen, sind erneut kräftige Gewitter über der Schweiz zu erwarten.

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Nachdem in den letzten zwei Tagen starke Gewitter über die Schweiz gezogen sind, ist erst am Dienstag eine Wetterbesserung in Sicht: «Auch heute muss mit lokalen Schauern und heftigen Gewittern gerechnet werden, vor allem am Abend», warnt Thomas Jordi von Meteo Schweiz. Ähnlich wie gestern brächten sie auch wieder Starkregen, Hagelschlag und Sturmböen. Es sei allerdings ein Lotteriespiel, wo genau die grösste Gewittergefahr herrsche, so der Meteorologe. Man werde die Situation beobachten und dementsprechend die Bevölkerung warnen. Sicher ist nur: «Auch heute werden sich wieder Keller füllen.» Am Dienstag dürfte es gemäss SRF Meteo voraussichtlich nur noch vereinzelt Gewitter geben, dies vor allem an den Voralpen und im Süden.

Ein heftiges Gewitter war am Sonntagabend über Zürich und die angrenzenden Gemeinden hereingebrochen. Am Zürichberg wurden in weniger als zwei Stunden 27 Millimeter Regen gemessen, in Opfikon waren es rund 25 Millimeter.

Die gleiche Gewitterzelle hatte eine Stunde früher im Entlebuch starken Regen gebracht. In Flühli LU fielen in weniger als 60 Minuten fast 35 Millimeter Niederschlag. Am Sonntagnachmittag war das Waadtland von heftigen Gewittern betroffen.

Viel Arbeit nach Unwetter in Region Zofingen

Die beiden gefluteten Strassenunterführungen unter der Bahnlinie in Zofingen AG sind mittlerweile leergepumpt, gereinigt und für den Verkehr wieder freigegeben. Auch zwei der drei Bahnhofunterführungen sind offen. Es riecht modrig. Die Spuren des vielen Regenwassers sind auch in der Altstadt von Zofingen noch immer sichtbar. Einzelne Läden bleiben «bis auf weiteres geschlossen».

Zofingen nach dem Unwetter: Viele Strassen wurden überflutet. Video: Tamedia/Leservideos

Noch gesperrt ist die zentrale Bahnhofsunterführung, die auch zum unterirdischen Parkhaus führt. Das zweigeschossige Parkhaus stand zeitweilig komplett unter Wasser. Die rund hundert Autos wurden geborgen. Das Parkhaus bleibt vorerst geschlossen. Bis auf wenige Liegenschaften konnte gemäss Stadtverwaltung Zofingen die Stromversorgung wieder flächendeckend sichergestellt werden. Der Notfalleinsatz der Blaulichtorganisationen ist weitgehend abgeschlossen. 450 Personen waren an den Rettungsarbeiten beteiligt.

Drei starke Gewitterzellen entluden sich über dem Aargau, bei Biel und über dem Bodensee. (8. Juli 2017) Video: Diverse Leserreporter/Tamedia

Die Aufräumarbeiten in der Region werden noch einige Tage dauern. Es stehen umfangreiche Aufräumarbeiten an. Dafür seien in der Regel die Liegenschaftsbesitzer verantwortlich, wie die Stadtverwaltung festhält. In aussergewöhnlichen Härtefällen könne jedoch Hilfe beim Zivilschutz angefordert werden.

Gemäss Behördenangaben gibt es bislang mehr als 490 Schadenmeldungen. Stadträtin Christine Guyer schätzte die Schäden am Sonntag auf einen «dreistelligen Millionenbetrag». Die Aargauische Gebäudeversicherung wird erst im Laufe des Tages einen Überblick haben und genauere Angaben machen können.

nag/sda

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