Erstmals Verletzte – autonomer Bus darf nicht mehr fahren

In Neuhausen am Rheinfall kam es zu einem Zusammenstoss mit einer E-Bike-Fahrerin. Das hat Konsequenzen.

Am Sonntag erstmals in einen Unfall verwickelt: Der autonome Bus in Neuhausen.

Am Sonntag erstmals in einen Unfall verwickelt: Der autonome Bus in Neuhausen.

(Bild: Keystone)

Der selbstfahrende Shuttle-Bus in Neuhausen am Rheinfall ist wegen eines Unfalls am Sonntag vorerst aus dem Verkehr gezogen worden. Zumindest bis «die Ermittlungen abgeschlossen sind», sagte Bruno Schwager, Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Schaffhausen, den «Schaffhauser Nachrichten».

Bei dem Unfall wurde eine 72-jährige E-Bike-Fahrerin verletzt und musste ins Spital gebracht werden. Gemäss Schaffhauser Polizei war die Velofahrerin durch das plötzliche Losfahren des Busses überrascht worden und prallte in dessen Front. Zuvor war der Betrieb des Shuttles während rund eines Jahres reibungslos verlaufen. Was nun mit dem zweiten autonomen Bus in Neuhausen passiert, ist unklar. Er hätte den Betrieb diesen Monat aufnehmen sollen.

Autonome Busse gibt es in mehreren Schweizer Städten, so zum Beispiel in Sitten und Freiburg. Zuständig für die Software des Neuhauser Shuttles ist die Firma Amotec. Auf Anfrage der «SN» wollte sie sich nicht zum Vorfall äussern. «Wir haben Kenntnis davon, wollen aber die Ermittlungsergebnisse abwarten, ehe wir etwas dazu sagen.»

Der Neuhauser Bus fuhr zwar selbständig, wurde aber von einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe begleitet, die im Notfall eingreifen sollten. Die Strecke ist auf einen wenige hundert Meter langen Rundkurs innerhalb von Neuhausen beschränkt. Geplant war eine baldige Verlängerung bis zum Rheinfall.

red/sda

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