Extremschwimmer musste wegen Trockenheit laufen

Ernst Bromeis ist 100 Kilometer vom Tessin nach Italien geschwommen. 20 Kilometer musste er allerdings gehen.

Die Hitze zwang den Schweizer Schwimmer zu Pausen: Ernst Bromeis beim Start in Tenero. (27.8.2015)

Die Hitze zwang den Schweizer Schwimmer zu Pausen: Ernst Bromeis beim Start in Tenero. (27.8.2015)

(Bild: Keystone Gabriele Putzu)

Der Bündner Ultraschwimmer Ernst Bromeis hat seine schwimmende Reise nach Mailand vollendet. Er war am Donnerstag in Tenero TI gestartet und erreichte Gaggiano rund 15 Kilometer vor Mailand am Samstagabend – aber nicht ohne Probleme.

Er schwamm zunächst durch den Lago Maggiore, den Fluss Ticino und die Kanäle bei Mailand bis Gaggiano (I). Wie er am Sonntag mitteilte, verlangte die Reise dem Ultraschwimmer «drei Tage und Nächte lang alles ab».

Strömungen und Gegenwind verzögerten die Durchquerung des 60 Kilometer langen Lago Maggiore. Freitagnacht konnte er den Fluss Ticino in Angriff nehmen. Wegen Wassermangels musste er jedoch insgesamt 14 Kilometer zu Fuss zurücklegen. In den Kanälen vor Mailand konnte er wieder schwimmen.

100 Kilometer geschwommen und 20 gegangen

Allerdings zwang die Hitze in der Ebene dem Sportler zusätzliche Pausen auf. Und wegen Magenbeschwerden liess sich der Extremschwimmer 60 Stunden nach dem Start im Tessin wegen Erschöpfung ärztlich behandeln. Am Sonntagmorgen erklärte Bromeis die Expedition Milano 2015 für beendet.

Er war gemäss Mitteilung in zweieinhalb Tagen über 100 Kilometer geschwommen und rund 20 Kilometer gegangen. Sein Ziel, bis ins Stadtzentrum von Mailand zu schwimmen, erreichte er nicht ganz.

2014 war Bromeis erst der zweite Mensch, der den Rhein von der Quelle bis zur Mündung durchschwamm. Vier Jahre zuvor hatte er in jedem Schweizer Kanton den grössten See durchquert. Als «Wasserbotschafter» kämpft Bromeis unter anderem dafür, dass das Recht auf Zugang zu sauberem Trinkwasser weltweit durchgesetzt wird.

ij/sda

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