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Französische Angestellte kidnappen Manager

Elf Stunden lang hielten Mitarbeiter des Autobauers Peugeot-Citroën ihren Personalchef gefangen. Sie protestierten damit gegen die Schliessung ihres Werks in Aulnay-sous-Bois.

«Nein zur Schliessung von PSA Aulnay»: Französische Angestellte protestieren in Paris gegen die Sparmassnahmen des Autokonzerns. (9. Oktober 2012)
«Nein zur Schliessung von PSA Aulnay»: Französische Angestellte protestieren in Paris gegen die Sparmassnahmen des Autokonzerns. (9. Oktober 2012)
AFP

Mitarbeiter in einem Werk des französischen Autobauers PSA Peugeot-Citroën haben aus Wut über Lohnkürzungen einen Manager stundenlang gegen seinen Willen festgehalten.

Der für die Angestellten in der Produktion zuständige Personalchef des Werkes Aulnay-sous-Bois bei Paris sagte der Nachrichtenagentur AFP am Mittwochabend, die Arbeiter hätten ihn nicht gehen lassen wollen.

Nach Angaben der Geschäftsführung hatten die Angestellten ihn von 11 Uhr morgens bis 22 Uhr abends in ihrer Gewalt – dann sei er endlich freigelassen worden. Ein Arzt und ein Psychologe kümmerten sich um den Mann.

8000 PSA-Stellen in Frankreich bedroht

PSA Peugeot-Citroën will das traditionsreiche Werk in Aulnay-sous-Bois mit mehr als 3000 Mitarbeitern 2014 schliessen. Die Arbeiter hatten dagegen protestiert – für die Zeit der Arbeitsniederlegung wurde ihnen der Lohn abgezogen.

Eine Vertreterin der Gewerkschaft SIA verurteilte die Aktion der Angestellten am Mittwoch. «Mit Gewalt kann man keine Probleme lösen», sagte sie.

PSA Peugeot-Citroën will insgesamt 8000 Stellen in Frankreich streichen. Neben der Schliessung des Werkes in Aulnay-sous-Bois sollen im westfranzösischen Rennes 1400 Jobs abgebaut werden, 3600 Stellen sollen in der Entwicklung wegfallen.

SDA/fko

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