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Freddy Nock sichert sich den nächsten Weltrekord

Dem Seil-Artisten ist der längste Seillauf mit konstanter Steigung geglückt. Der 46-jährige Nock lief in Österreich auf dem 2917 Meter langen Seil der Feuerkogel-Bahn in Ebensee.

Die Gondel immer in Sichtweite: Freddy Nock während seinem Weltrekord-Versuch in Österreich.
Die Gondel immer in Sichtweite: Freddy Nock während seinem Weltrekord-Versuch in Österreich.
Keystone
Ob er die Aussicht wohl geniessen kann? Freddy Nock in luftiger Höhe.
Ob er die Aussicht wohl geniessen kann? Freddy Nock in luftiger Höhe.
Keystone
Freut sich über seinen Rekordlauf: Freddy Nock. (22. August 2011)
Freut sich über seinen Rekordlauf: Freddy Nock. (22. August 2011)
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Die letzten 200 Meter musste Freddy Nock wegen der extremen Hitze in einer Gondel zurücklegen, berichtete sein Manager Thomas Amiet der Nachrichtenagentur APA. Nock sei «erschöpft, aber zufrieden.» Zwar habe er Wasser aus der Gondel gereicht bekommen, doch die heissen Temperaturen von 32 Grad im Schatten hätten ihm zugesetzt.

«Bisher war es nie so heiss, er hat viel Flüssigkeit verloren», sagte Amiet. Dass Nock sich zwischen zweiter und dritter Stütze kurz in der Gondel, welche 10 Meter vor ihm fuhr, ausgeruht habe, beweise nur die gute Selbsteinschätzung Nocks. Trotz der Pause bedeutet die von Nock gelaufene Strecke Weltrekord.

Bis zu 52,5 Prozent Steigung

Die Steigung, die Nock bewältigte, betrug konstant zwischen 41,2 und 52,5 Prozent. Der Artist bewegte sich dabei in luftiger Höhe, bis zu 305 Meter über Boden und überwand einen Höhenunterschied von 1109 Metern. Nock war bei dem Gang über das 50 Millimeter dicke Seil nicht gesichert, er trug lediglich eine 25 Kilo schwere Balancierstange.

Nock startete um 13.35 Uhr bei der Talstation der Bahn. Kurz vor 17 Uhr hatte er das Ziel bei der Bergstation erreicht und musste sich im Ruheraum erholen. Vom Tal bis zu seiner Pause sei der Seilkünstler 1980 Meter durchgelaufen, sagte sein Manager weiter. Rund 1000 Personen verfolgten das waghalsige Spektakel bei strahlendem Sommerwetter.

Ohne Balancierstange auf die Zugspitze

Bereits am Samstag war Nock ein spektakulärer Weltrekord gelungen. Ohne jede Sicherung und ohne eine Balancierstange lief er auf dem Tragseil der Gletscherbahn auf den Gipfel der Zugspitze.

Dabei legte er fast einen Kilometer Strecke (995 Meter) zurück und überwand eine Höhendifferenz von 348 Metern. Die Steigung hinauf zum höchsten Berg Deutschlands betrug streckenweise bis zu 57 Prozent. Damit sicherte sich der Schweizer einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde.

Sieben Weltrekorde in einer Woche

Die Aktion bildete den Auftakt zu Nocks Projekt «7 Rekorde in 7 Tagen». Nock will innert einer Woche insgesamt sieben Weltrekorde in der Schweiz, Deutschland und Österreich aufstellen. Mit der Aktion will der Artist Aufmerksamkeit schaffen für die Arbeit der «Stiftung Unesco-Bildung für Kinder in Not».

Nach der Zugspitze und dem Abstecher auf die Feuerkogelbahn kommt die Rekord-Tour in die Schweiz. Seilläufe auf der Diavolezza- und auf der Corvatsch-Bahn im Oberengadin sollen beim Publikum für Bauchkribbeln sorgen. Am Donnerstag ist Nock zu Gast in Bern, wo er die längste und höchste Fahrradüberquerung auf einem Seil plant.

Am Freitag wird Nock zum höchstgelegenen Seillauf auf dem Jungfraujoch erwartet, tags darauf folgt der Abschluss hoch über dem Thunersee: Nock will ohne Sicherung 3,3 Kilometer zurücklegen und damit die längste Wasserüberquerung auf einem Seil schaffen.

SDA/pbe

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