Zum Hauptinhalt springen

Gangs bescheren Mexiko blutige Weihnachten

Kriminelle stürmen ein Familienfest und töten sieben Menschen, auf einem Dorfplatz liegen sechs abgetrennte Köpfe: Brutalität überzieht Mexiko auch an Weihnachten.

Trauer über Weihnachten: Eine Beerdigung in Mexiko. (Symbolbild)
Trauer über Weihnachten: Eine Beerdigung in Mexiko. (Symbolbild)
AP Photo/Eduardo Verdugo, Keystone

Mindestens 16 Menschen sind während der Weihnachtsfeiertage in Mexiko getötet worden. Im südlichen Bundesstaat Guerrero erschossen am Sonntag mutmassliche Gang-Mitglieder sieben Menschen, wie die Polizei mitteilte. Die Täter stürmten demnach eine Familienfeier in dem Ort Puente del Rey. Unter den Opfern waren nach Angaben der Behörden auch drei Polizisten.

Im Bundesstaat Chihuahua wurden neun Menschen getötet, fünf von ihnen in der Stadt Ciudad Juárez an der Grenze zu den USA. Unter ihnen waren drei Frauen, die vor ihrem Tod gefoltert wurden. In einer Truhe, die auf der Strasse zurückgelassen wurde, entdeckte die Polizei die verstümmelte Leiche eines Mannes.

Sechs Köpfe auf Dorfplatz

In dem westlichen Staat Michoacán wurden laut Staatsanwaltschaft zudem sechs abgetrennte Köpfe gefunden. Sie befanden sich auf einem zentralen Platz der Ortschaft Juiquilpan nahe der Grenze zum Bundesstaat Jalisco, der Heimat des Drogenkartells Jalisco Nueva Generación. Die Bande liefert sich regelmässig blutige Kämpfe mit Rivalen aus dem benachbarten Michoacán. Die Kartelle verscharren ihre Opfer immer wieder in versteckten Massengräbern.

Auch im Bundesstaat Guerrero leidet die Bevölkerung seit Jahren unter Brutalität und Gewalt, die häufig von verfeindeten Drogenkartellen ausgeht. 2014 waren dort 43 Studenten verschleppt und mutmasslich ermordet worden. Polizisten sollen sie entführt an eine Drogenbande ausgeliefert haben.

Mexiko gehört zu den Staaten mit der höchsten Mordrate weltweit. Seit 2006 fielen in dem mittelamerikanischen Land nach Regierungsangaben mehr als 170'000 Menschen einem Gewaltverbrachen zum Opfern, mindestens 28'000 weitere wurden vermisst gemeldet.

AFP/rub

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch