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Feuerwehrauto in den Flammen, Rettung vom Meer

In Australien sollen eingeschlossene Menschen am Strand mit Seelandungsbooten versorgt werden. Derweil sorgt ein Feuerwehrvideo für Aufsehen.

red
Schutt und Asche nach den Flammen: Die Gemeinde Cobargo in New South Wales wurde von den Buschfeuern schwer getroffen. Foto: Sean Davey/Keystone/1. Januar 2020
Schutt und Asche nach den Flammen: Die Gemeinde Cobargo in New South Wales wurde von den Buschfeuern schwer getroffen. Foto: Sean Davey/Keystone/1. Januar 2020

Die Buschbrände in Australien haben inzwischen eine Fläche so gross wie die Schweiz verwüstet. Die Feuer wüteten auch am ersten Tag des neuen Jahres weiter. Etwa 4000 Menschen machten sich in der Stadt Mallacoota auf den Weg ans Wasser, nachdem Flammen den Fluchtweg über die Hauptstrasse versperrten.

Militär will Menschen ausfliegen

Angesichts der noch immer gestrandeten Tausenden von Menschen wurde das Militär eingezogen, um die Versorgung sicherzustellen und bei Evakuierungen zu helfen. Die Regierung kündigte an, mit Seelandungsbooten Nahrungsmittel und Wasser zu den Menschen zu bringen, die vor den Flammen an die Strände fliehen mussten. Die Hilfe soll am Donnerstag oder Freitag in den Küstenstädten der Staaten New South Wales und Victoria ankommen. Zudem sollen Menschen mithilfe von Helikoptern in Sicherheit gebracht werden.

Der Bewohner Mark Tregellas sagte, dass nur eine Änderung in der Windrichtung in letzter Minute Leben verschonte. «Das Feuer wurde immer grösser und dann senkte sich das Schwarze um uns herum. Ich konnte die Hand vor Augen nicht sehen. Dann fing es an, rot zu leuchten und wir wussten, das Feuer kommt», sagte Tregellas der Nachrichtenagentur Reuters. «Asche und Glut regnete auf uns. Menschen brachten sich und ihre Kinder im seichten Wasser in Sicherheit. Glücklicherweise änderte sich die Windrichtung und das Feuer zog ab.»

Opferzahl steigt

Inzwischen sorgt das Video aus einem Feuerwehrauto für Aufsehen. Es zeigt, wie sich die Flammen dem Fahrzeug nähern und plötzlich überrollen. Im Fahrzeug drinnen versuchen die Feuerwehrleute mit einer Hitze abweisenden Decke die Fenster abzudecken. Wie die Behörden später mitteilen, blieben die Männer im Fahrzeug unverletzt.

Die Männer der australischen Feuerwehr- und Rettungsstation NSW filmten den Moment, in dem ihr Wagen vom Buschfeuer eingeholt wurde. Video: Fire and Rescue NSW via Twitter

Die Behörden in Australien bestätigten derweil ein neues Todesopfer. Und es werde befürchtet, dass eine weitere Person ums Leben gekommen sei, vier Menschen würden vermisst, und rund 200 zusätzliche Häuser seien ausgebrannt, gaben die Behörden am Mittwoch bekannt.

Die Leiche eines Mannes wurde am frühen morgen (Ortszeit) in einem verbrannten Auto an der Südküste von New South Wales (NSW) gefunden, teilte der Polizeichef des Bundesstaates, Shane Fitzsimmons, mit. Er rechne damit, dass sich die Zahl der Opfer noch erhöhen würde. «Wir haben immer noch ernsthafte Bedenken hinsichtlich einer anderen Person,» sagte Fitzsimmons Reportern in Sydney. Es gebe nur begrenzten Zugang zu dem abgelegenen Bereich, um den Status des 72-jährigen Mannes auf die eine oder andere Weise zu bestätigen.«

Im Bundesstaat Victoria werden nach Angaben von Premierminister Daniel Andrews in der Region Gippsland rund 500 Kilometer östlich von Melbourne vier Menschen vermisst.

Allein in NSW lodern noch mehr als 100 Brände, Tausende Feuerwehrleute sind im Einsatz. Insgesamt gab es seit Ausbruch der Buschbrände im Oktober in ganz Australien zwölf brandbedingte Todesfälle, darunter drei freiwillige Feuerwehrleute. Die riesigen Buschbrände haben seither mehr als vier Millionen Hektar zerstört - eine Fläche so gross wie die Schweiz. Gegen 1000 Häuser wurden zerstört und täglich kommen durch extrem heisse, windige und trockene Bedingungen neue Feuer dazu. Die Brände haben mittlerweile eine Grössenordnung erreicht, in der sie selbst trockene Blitzeinschläge und Feuer-Tornados auslösen können, was die Situation weiter verschärft.

(SDA)

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