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Gericht bestätigt Kondompflicht

Die amerikanische Pornofilm-Industrie ist mit ihrem Einspruch gegen eine Kondompflicht für Darsteller gescheitert.

Demonstration gegen die Pornoindustrie und deren Kondom-Politik in Los Angeles.
Demonstration gegen die Pornoindustrie und deren Kondom-Politik in Los Angeles.

Die Vorschrift des Bezirks Los Angeles sei keine Beschränkung der Meinungs- und Medienfreiheit, entschied ein Berufungsgericht in Los Angeles am Montag (Ortszeit). Filmfirmen hatten die Verordnung mit der Begründung angefochten, es schränke die Gestaltungsfreiheit in einer fiktiven Welt ein. Wenn die Schauspieler gezwungen würden, Kondome zu tragen, erinnere dies die Zuschauer an reale Sorgen wie Schwangerschaften oder Geschlechtskrankheiten.

Für die drei Richter war dies nicht stichhaltig. «Welche spezielle Botschaft die Kläger mit dem Zeigen von Sex ohne Kondom auch vermitteln wollen: Es ist unwahrscheinlich, dass die Zuschauer von Pornofilmen diese Botschaft verstehen», schrieb Richterin Susan Graber in ihrer Entscheidung. Die Wähler des Bezirks Los Angeles hatten die Verordnung 2012 gebilligt. Seit dem Inkrafttreten fiel die Zahl der Drehgenehmigungen im Geltungsgebiet von 485 auf nur noch 40 im vergangenen Jahr.

SDA/phz

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