Gewalttätiger Häftling aus Winterthurer Klinik ausgebrochen

Die Polizei fahndet nach einem 32-Jährigen. Der Mann stand wegen Kindsmisshandlung vor Gericht.

Das von der Polizei veröffentlichte Fahndungsbild zeigt den 32-jährigen Denis Croisé.

Das von der Polizei veröffentlichte Fahndungsbild zeigt den 32-jährigen Denis Croisé.

(Bild: Kantonspolizei Zürich)

Stefan Hohler@tagesanzeiger

Am Mittwochnachmittag ist aus einer Klinik in Winterthur ein Insasse entwichen. Es handelt sich um den inhaftierten 32-jährigen Denis Croisé, wie die Kantonspolizei Zürich mitteilt.

Die Staatsanwaltschaft Appenzell führt gegen ihn eine Strafuntersuchung wegen schwerer Körperverletzung. Der Häftling befand in der Justizvollzugsanstalt Pöschwies in Regensdorf im vorzeitigen Strafvollzug.

Kleinkind der Freundin geschüttelt

Der Schweizer war im Kanton Appenzell Ausserrhoden wegen mehrfacher versuchter schwerer Körperverletzung, mehrfacher Freiheitsberaubung sowie mehrfacher Nötigung zu fünf Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Er hatte seiner Partnerin und deren Kind gegenüber Gewalt angewendet. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Appenzeller Staatsanwaltschaft hat das Urteil weiter ans Obergericht gezogen.

Denis Croisé hatte sich im Gefängnis Pöschwies wegen einer disziplinarischen Sanktion im Arrest befunden. Er war kürzlich von Ärzten vor Ort wegen akuter Suizidalität und Selbstgefährdung zur Krisenintervention in eine psychiatrische Klinik versetzt worden.

Da alle forensisch-psychiatrischen Klinikplätze belegt waren, wurde der Häftling in eine allgemeinpsychiatrische Akutabteilung der Integrierten Psychiatrie Winterthur – Zürcher Unterland, Klinik Schlosstal, verlegt. Von dort ist Denis Croisé gestern Nachmittag entwichen. Unmittelbar danach wurde der Entwichene von der Kantonspolizei Zürich zur Fahndung ausgeschrieben.

Die JVA Pöschwies nimmt als Anstalt des Ostschweizerischen Strafvollzugskonkordats Straftäter der Ostschweiz sowie der restlichen Schweiz auf.

Tattoo unter dem Auge

Denis Croisé ist 181 Zentimeter gross und hat eine schlanke Statur. Er hat mittellange braune Haare sowie ein Tattoo in Form einer Träne unter dem rechten Auge. Falls man dem Mann begegne, solle man vorsichtig sein, teilte die Kantonspolizei Zürich am Donnerstag mit.

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