Grösstes Löschflugzeug der Welt im Einsatz in Bolivien

Seit drei Tagen ist im Amazonas-Regenwald eine umgebaute Boeing 747 im Einsatz. Sie erzeugt sintflutartigen Regen.

Der «Supertanker» auf der dritten internationalen Löschmission nach Bränden in Israel (2016) und Chile (2017).

Auch in Brasiliens Nachbarländern Bolivien, Peru und Paraguay wüten zahlreiche Brände, wie auf Satellitenbildern der US-Raumfahrtbehörde Nasa zu sehen war. In Bolivien sind bereits rund eine Million Hektaren den Waldbränden zum Opfer gefallen. Seit Wochen ist die Feuerwehr dort im Einsatz gegen die Flammen, nun hat die Regierung begonnen, die Waldbrände mit dem weltweit grössten Löschflugzeug namens Supertanker zu bekämpfen.

Die umgebaute Boeing 747 eines US-Unternehmens fasst rund 70’000 Liter Wasser und fliegt nun am dritten Tag in Folge über betroffene Gebiete. Geplant sind jeweils vier Löscheinsätze pro Tag. Boliviens Präsident Evo Morales verkündigt per Twitter mehrmals täglich den Stand der Löscharbeiten, so auch gestern Abend: «Wir kämpfen unablässig gegen den Brand. Heute Morgen, mit zwei Wasserabwürfen aus dem Supertanker, wurde der Vorstoss des Brandes in das städtische Naturschutzgebiet Tucabaca auf einer Fläche von 262’305 Hektaren eingedämmt.»

Während einige Brandherde auf natürliche Weise entstehen, hat auch Boliviens Regenwald mit illegaler Brandrodung zu kämpfen. Umweltexperten schätzen, dass das Feuer dort 500 Tierarten bedroht, darunter Jaguare, Tapire und 35 gefährdete Arten, die nur in diesen Teilen der Welt vorkommen.

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