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Grosse Trauer um die getötete 14-Jährige

Nach der Entführung und dem Tötungsdelikt an einer Jugendlichen im Kanton Waadt ist die Trauer gross. Noch immer macht die Polizei keine Angaben zum Tatmotiv.

Hier ging die 14-Jährige zur Schule: Blumen liegen vor dem Schulhaus in Pully. (20. Juli 2014)
Hier ging die 14-Jährige zur Schule: Blumen liegen vor dem Schulhaus in Pully. (20. Juli 2014)
Keystone

Vor dem Eingang der Schule in Pully, die das Mädchen besucht hatte, war am Sonntagmorgen ein weisses Laken ausgebreitet. Darauf hatten Trauernde Blumen abgelegt. An der Glastür klebten Bilder des 14-jährigen Mädchens. Letzte Grüsse wie «Für immer in unseren Herzen» und «Schwester für einen Tag, Schwester auf immer» hatten Trauernde dazugeschrieben.

Auch die 3500-Seelen-Gemeinde Belmont, der Wohnort des Mädchens, steht unter Schock und bereitet sich auf die Trauerarbeit vor. Am Dienstag können Kolleginnen und Freunde der Getöteten sich mit zwei Spezialisten eines Careteams treffen. Am Donnerstag steht die Kirche den Trauernden offen.

«Das trifft einen»

«Es soll ein Tag des Zuhörens, der Andacht und des Gebets sein», sagte Gemeindepräsident Gustave Muheim der Nachrichtenagentur SDA. «Das trifft einen», sagte Muheim erschüttert. Es sei unglaublich, wie das, was dem Mädchen zugestossen sei, die Dorfgemeinschaft bewege. «Es gibt noch Menschlichkeit auf dieser Welt.»

Das 14-jährige Mädchen war am Freitag vom Ex-Freund seiner Mutter entführt und getötet worden. Der 30-jährige Schweizer steckte die Jugendliche in Belmont gewaltsam in den Kofferraum seines Autos. Die um 11 Uhr alarmierte Polizei nahm sofort die Fahndung auf. Kurz vor 12 Uhr wurde das Auto des Entführers gefunden.

Täter war Polizei nicht bekannt

Nach ersten Erkenntnissen hatte der Mann in einem Waldstück oberhalb von Lutry zuerst das Mädchen getötet und danach sich selbst gerichtet. Weitere Angaben, etwa zum Tatmotiv, machte die Polizei mit Rücksicht auf die Privatsphäre der betroffenen Familien nicht.

Der Täter war der Polizei zuvor nicht bekannt gewesen. Die Waffe, eine Pistole, hatte er legal erworben. Es handelt sich nicht um eine Armeewaffe.

An der Suche nach dem Mann und dem Mädchen waren mehr als 40 Polizeipatrouillen aus der Waadt sowie angrenzenden Kantonen und auch die Grenzwache beteiligt. Ein Mann, der sich als Stiefvater der Jugendlichen bezeichnete, hatte nach der Entführung auf Facebook einen Hilferuf veröffentlicht.

SDA/ldc

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