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Aargauer Altersheim bezahlte Erpresser mit Bitcoin

In Schöftland AG hat ein Cyberangriff das Verwaltungssystem eines Pflegezentrums lahmgelegt. Zu dem Fall wurden weitere Details bekannt.

Hackerangriff blockierte Patientenakten: Das Regionale Alterszentrum Schöftland.
Hackerangriff blockierte Patientenakten: Das Regionale Alterszentrum Schöftland.
Aargauer Zeitung/Mario Fuchs

Ein Altersheim im Kanton Aargau wurde im November Opfer eines Cyberangriffs. Nachdem Hacker im Computersystem Schadsoftware installiert hatten, waren die elektronischen Akten der 108 Bewohner des Regionalen Alterszentrums Schöftland nicht mehr zugänglich. Da die Daten jedoch auch auf Karteikarten aus Papier abgelegt worden waren, konnte der Betrieb aufrechterhalten werden, berichtete die «Aargauer Zeitung».

Über die Höhe des geforderten Lösegelds wurde zunächst nicht gesagt. Nun wurde bekannt, dass der unbekannte Erpresser für die Entschlüsselung der blockierten Daten einen Bitcoin gefordert hat, was zum damaligen Zeitpunkt einem Wert von ungefähr 7700 Franken entsprach. Dies bestätigte Verwaltungsratspräsident Hans Rudolf Würgler gegenüber der «Aargauer Zeitung». Inzwischen ist ein Bitcoin über 17'000 Franken wert.

Polizei rät, nicht auf Forderungen einzugehen

Die Heimleitung war der Forderung nachgekommen, ohne die Polizei zu informieren. Daraufhin seien die verschlüsselten Daten wieder freigegeben worden.Erst nach der Zahlung haben die Verantwortlichen die Polizei eingeschaltet. Ein Sprecher der Kantonspolizei Aargau wollte gegenüber der «Aargauer Zeitung» keine Details zum laufenden Verfahren preisgeben. Betroffenen von Cyberangriffen rät er, nicht auf Lösegeldforderungen einzugehen.

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