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Hanfanlage verriet Sextäter

Ein harmloser Wasserschaden brachte alles ans Licht: Im Kanton Aargau stiess die Polizei auf einen Keller, der die schrecklichen Gräueltaten eines Mannes aufdeckte.

Ein Wasserschaden brachte alles ins Rollen: In Hausen AG stiess die Kantonspolizei erst auf eine Hanf-Indooranlage. (Bild: Google Maps)
Ein Wasserschaden brachte alles ins Rollen: In Hausen AG stiess die Kantonspolizei erst auf eine Hanf-Indooranlage. (Bild: Google Maps)

Im Kanton Aargau läuft gegen einen 60-jährigen Schweizer eine Strafuntersuchung wegen sexueller Nötigung, eventuell Schändung, Körperverletzung sowie Herstellung von Pornografie. Der in Untersuchungshaft sitzende Mann soll Frauen im Keller eines Hauses gequält und dabei gefilmt haben.

Die Kantonspolizei stiess im Nachbardorf auf eine Kammer, in der ein Bett stand. Auch eine Videokamera, Lampen und Fernseher wurden sicherstellt. Es wurden zudem mehrere Videos und Tabletten beschlagnahmt.

Die Mediensprecherin der Aargauer Staatsanwaltschaft, Elisabeth Strebel, bestätigte auf Anfrage einen entsprechenden Bericht des «Blicks». Nach bisherigen Erkenntnissen der Untersuchungsbehörden soll der Schweizer mehrere Frauen im Keller sexuell missbraucht und dabei gefilmt haben. Die Ermittlungsbehörden konnten bislang einige Opfer ausfindig machen.

Die Kantonspolizei stiess eher zufällig auf den Keller. Die Feuerwehr war am 22. März zu einem Lagergebäude in Hausen AG ausrückt, weil es einen Wasserschaden gegeben hatte. Die Feuerwehr und die Polizei stiessen im Untergeschoss auf eine professionelle Hanf-Indooranlage mit 650 Hanfpflanzen. Als der Betreiber der Anlage wenige Minuten später vor Ort erschien, wurde er festgenommen. Er sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft. Diese wurde wegen bestehender Rückfall- und Kollusionsgefahr verlängert.

SDA/thu

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