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Hilferufe aus dem Schlamm

Nach heftigen Regenfällen ging eine gewaltige Schlammlawine im US-Bundesstaat Washington ins Tal. Mindestens acht Menschen starben, 18 gelten nach wie vor als vermisst.

US-Präsident Barack Obama (rechts) umarmt den Feuerwehrchef von Oso, Willy Harper. (22. April 2014)
US-Präsident Barack Obama (rechts) umarmt den Feuerwehrchef von Oso, Willy Harper. (22. April 2014)
Keystone
Die Bewohner von Arlington gedenken den Verstorbenen bei einer Trauerfeier. (25. März 2014)
Die Bewohner von Arlington gedenken den Verstorbenen bei einer Trauerfeier. (25. März 2014)
Reuters
Heftige Regenfälle lösten den Erdrutsch aus.
Heftige Regenfälle lösten den Erdrutsch aus.
AP Photo/The Herald, Genna Martin
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Nach einem gewaltigen Erdrutsch im Bundesstaat Washington im Nordwesten der USA sind am Sonntag acht Tote geborgen worden. Mindestens 18 Menschen wurden am späten Abend noch vermisst, wie die «Seattle Times» berichtete. Die Hoffnung auf Überlebende ist gering.

Die Suche sollte am Montag fortgesetzt werden. Nach wochenlangen schweren Regenfällen hatte sich am Samstag von einem Berg bei Oso im Snohomish County plötzlich eine riesige Schlammlawine gelöst. Sie riss Häuser mit sich und rollte in einen Highway sowie einen Fluss.

Instabile Erdmassen behindern Rettung

Nach Angaben des zuständigen Feuerwehrchefs Travis Hots sind Hilferufe, die nach dem Unglück am Samstag zunächst aus den Erdmassen und Trümmern von Häusern drangen, verstummt. Hots sagte bei einer Pressekonferenz, die Vermissten hätten sich in Siedlungen direkt auf dem Kurs der Schlammlawine befunden.

Die Erdmassen seien instabil, was die Suche der Rettungsteams erschwere. Der «Everett Herald» zitierte den Gouverneur von Washington, Jay Inslee, mit den Worten, es sei mit weiteren Todesopfern zu rechnen.

Schlammlawine 41 Meter breit

Der Untergrund sei «praktisch wie Treibsand», sagte ein Feuerwehrsprecher. In einem Fall hätten die Einsatzkräfte umkehren müssen, obwohl sie Hilferufe hörten. Unter anderem wurden Helikopter und Wärmebildkameras eingesetzt, um die Vermissten zu finden. Gouverneur Jay Inslee rief den Notstand aus.

Die Schlammlawine aus Schmutz, Bäumen, Felsen und anderem Schutt rutschte auf einer Breite von mindestens 41 Meter breit mehr als 1,6 Kilometer ins Tal. Auslöser waren offenbar heftige Regenfälle. Der Erdrutsch blockierte die Bundesstrasse 520 nahe der Stadt Oso sowie einen Fluss. Es wurde mit Überschwemmungen in der Region gerechnet. Viele Häuser flussabwärts wurden evakuiert.

sda/AP/chk

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