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Hitzewelle zwingt Italien zur verfrühten Weinernte

Die Dürre trifft die italienische Landwirtschaft hart: Sie produziert diesen Sommer ein Fünftel weniger Gemüse, Milch und Wein. Einen kleinen Trost gibt es für die Weinbauern: Ihr Wein wird dafür besonders gut.

Die Hitze lässt die Trauben ausdörren: Ein Arbeiter pflückt Sangiovese-Trauben (Archivbild).
Die Hitze lässt die Trauben ausdörren: Ein Arbeiter pflückt Sangiovese-Trauben (Archivbild).

Die Folgen der aktuellen Hitzewelle für die italienische Landwirtschaft sind bereits sichtbar, berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa. In mehreren italienischen Regionen wurde die Weinernte vorverlegt, weil die Trauben wegen der hohen Temperaturen längst reif sind – so etwa in Sizilien und Kalabrien. Würde nicht geerntet, könnten die Trauben ausdörren. Auch in der lombardischen Weingegend Franciacorta startete die Ernte bereits – einen Monat früher als üblich. Die Weinproduzenten rechnen in der Region mit einem 20-prozentigen Produktionsrückgang, aber exzellenter Qualität.

Kühe geben weniger Milch

Wegen der hohen Temperaturen und der Dürre seien für die Landwirtschaft Schäden in Höhe von einer halben Milliarde Euro entstanden. Bei der Maisproduktion kam es zu einem 30-prozentigen Rückgang. Bei der Tomatenproduktion wurde ein Minus von 20 Prozent gemeldet. Auch die Milchproduktion ist durch die Hitzewelle beeinträchtigt. Seit Wochen geben die italienischen Kühe in von der Hitze besonders betroffenen Regionen um 20 Prozent weniger Milch als sonst.

Italien leidet schon seit Wochen unter extrem hohen Temperaturen. Der Spitzenwert am Mittwoch wurde in Agrigent an der Südküste Siziliens mit 43 Grad gemessen. Die aktuelle Hitzewelle hat auch die Waldbrandgefahr in Italien und mehreren südeuropäischen Ländern erhöht (siehe Infobox).

SDA/mw

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