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«Ich habe versucht, sie auf den Mund zu küssen»

Dominique Strauss-Kahn hat seine eigene Version der Begegnung mit der Schriftstellerin Tristane Banon, die ihm versuchte Vergewaltigung vorwirft. Dies zeigt ein neu veröffentlichtes Polizeiprotokoll.

Hatte monatelang gegen DSK gekämpft: Die AutorinTristane Banon zeigte dieses Jahr den ehemaligen IWF-Chef wegen versuchter Vergewaltigung an.
Hatte monatelang gegen DSK gekämpft: Die AutorinTristane Banon zeigte dieses Jahr den ehemaligen IWF-Chef wegen versuchter Vergewaltigung an.
AFP
Was ist zwischen den beiden vorgefallen? Dominique Strauss-Kahn und Tristane Banon.
Was ist zwischen den beiden vorgefallen? Dominique Strauss-Kahn und Tristane Banon.
AFP
In den französischen Medien wurde Banon lange als Exzentrikerin dargestellt. Erst nach einem Interview mit TF1 wurde sie ernst genommen. (17. Mai 2011)
In den französischen Medien wurde Banon lange als Exzentrikerin dargestellt. Erst nach einem Interview mit TF1 wurde sie ernst genommen. (17. Mai 2011)
Reuters
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«Ich habe versucht, sie auf den Mund zu küssen. Sie hat mich heftig zurückgewiesen», berichtete der 62-Jährige Dominique Strauss-Kahn der französischen Polizei laut dem von seinen Anwälten veröffentlichten Protokoll. Als die heute 32-Jährige sich gewehrt habe, habe er sie losgelassen. Banon habe daraufhin ihre Sachen genommen und sei «wütend» gegangen.

Die Autorin und Journalistin wirft «DSK» vor, er habe sie 2003 bei einem Interview, zu dem er sie in eine leerstehende Privatwohnung gebeten hatte, versucht zu vergewaltigen. Die Staatsanwaltschaft verzichtete am Donnerstag aus Mangel an Beweisen auf ein Ermittlungsverfahren wegen Vergewaltigungsversuchs, bestätigte aber einen «sexuellen Angriff» auf die junge Frau. Die Tat sei aber bereits verjährt.

«Angst vor der Macht»

Banon war erst Jahre später mit dem Vorwurf an die Öffentlichkeit gegangen, da sie nach eigenen Angaben «Angst vor der Macht» des früheren Ministers hatte. Im Juli erstattete sie Anzeige gegen DSK, der im September in Paris von der Polizei dazu verhört wurde.

Gegen Strauss-Kahn, der bis zum Frühjahr Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) war, läuft in den USA ein Zivilverfahren wegen versuchter Vergewaltigung eines Zimmermädchens. Dort war ein Strafverfahren wegen mangelnder Glaubwürdigkeit des angeblichen Opfers eingestellt worden. Auch Banon hatte ein Zivilverfahren angekündigt, falls die Staatsanwaltschaft in Frankreich den Fall zu den Akten legen sollte.

AFP/bru

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