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Hangrutsch in Locarno, Campingplatz evakuiert

Nach dem heftigen Gewitter musste im Tessin die Autobahn A2 wegen Hochwasser gesperrt werden. Lugano versank am Morgen im Wasser.

chk/oli
Viel Regen: In vielen Teilen der Schweiz sind heftige Gewitter eingegangen. (Video: Tamedia/Lesereporter)

In der Nacht auf Mittwoch sind über der Schweiz heftige Gewitter niedergegangen. Besonders betroffen war das Tessin mit bis zu 50 Litern Regen pro Quadratmeter. Strassen in Lugano haben sich in Bäche verwandelt.

Die A2 Richtung Gotthard musste laut Viasuisse zwischen Mendrisio und Melide am Mittwoch Morgen gesperrt werden. Die Wasserschächte konnten das Regenwasser nicht mehr aufnehmen, was zu Hochwasser auf der Autobahn führte. Um zirka 07.45 Uhr gab die Polizei die A2 wieder frei, der Verkehr staute sich aber weiterhin zwischen dem Grenzübergang in Chiasso bis Lugano-Süd. Laut TCS betrug der Zeitverlust bisweilen mehr als eine Stunde. Auch mehrerer Haupt- und Nebenstrassen waren wegen Hochwasser und wegen Erdrutschen gesperrt.

Ist in Bewegung geraten: Ein Hang oberhalb von Locarno. (28. Juni 2017)
Ist in Bewegung geraten: Ein Hang oberhalb von Locarno. (28. Juni 2017)
Leserreporter 20 Minuten
Bedrohlich nahe am Fluss: Ein Campingplatz an der Maggia am Morgen nach dem Gewitter. (28. Juni 2017)
Bedrohlich nahe am Fluss: Ein Campingplatz an der Maggia am Morgen nach dem Gewitter. (28. Juni 2017)
DPA/Samuel Golay
Land unter: In Lugano sind Strassen überflutet. (28. Juni 2017)
Land unter: In Lugano sind Strassen überflutet. (28. Juni 2017)
Leserreporter 20 Minuten
Die Polizei sperrt die Strasse.
Die Polizei sperrt die Strasse.
Leserreporter 20 Minuten
Rund um das Centro Lugano Sud haben sich die Strassen in Bäche verwandelt.
Rund um das Centro Lugano Sud haben sich die Strassen in Bäche verwandelt.
Leserreporter 20 Minuten
Möbelhaus und Grossverteiler sind nur – wenn überhaupt – im Schritttempo erreichbar.
Möbelhaus und Grossverteiler sind nur – wenn überhaupt – im Schritttempo erreichbar.
Leserreporter 20 Minuten
Überall Wasser: Das Centro Lugano Sud am 28. Juni 2017.
Überall Wasser: Das Centro Lugano Sud am 28. Juni 2017.
Leserreporter 20 Minuten
Bis zu einer Stunde Zeitverlust: Auf der A2 stauen sich die Autos.
Bis zu einer Stunde Zeitverlust: Auf der A2 stauen sich die Autos.
Leserreporter 20 Minuten
Das Wasser sprudelt über dem Tunnelportal und es spiegelt sich auf der Fahrbahn. (28. Juni 2017)
Das Wasser sprudelt über dem Tunnelportal und es spiegelt sich auf der Fahrbahn. (28. Juni 2017)
Leserreporter 20 Minuten
Der Lago di Lugano sah schon sauberer aus. (28. Juni 2017)
Der Lago di Lugano sah schon sauberer aus. (28. Juni 2017)
Leserreporter 20 Minuten
Der Himmel über der grössten Tessiner Stadt ist verhangen.
Der Himmel über der grössten Tessiner Stadt ist verhangen.
Leserreporter 20 Minuten
Bäche führen Hochwasser. Im Hintergrund der Lago di Lugano. (28. Juni 2017)
Bäche führen Hochwasser. Im Hintergrund der Lago di Lugano. (28. Juni 2017)
Leserreporter 20 Minuten
Heftige Gewitter in der Südschweiz: Überschwemmung in Figino TI. (28. Juni 2017)
Heftige Gewitter in der Südschweiz: Überschwemmung in Figino TI. (28. Juni 2017)
Leserreporter 20 Minuten
Im Tessin gingen teils kräftige Schauer mit 30 bis knapp 50 Litern Regen pro Quadratmeter nieder.
Im Tessin gingen teils kräftige Schauer mit 30 bis knapp 50 Litern Regen pro Quadratmeter nieder.
Leserreporter 20 Minuten
Auch andere Teile der Schweiz wurden von Gewittern heimgesucht: Ein umgestürzter Baum in Bonnefontaine.
Auch andere Teile der Schweiz wurden von Gewittern heimgesucht: Ein umgestürzter Baum in Bonnefontaine.
Leserreporter 20 Minuten
Die Niederschläge in weiten Teilen der Schweiz halten an.
Die Niederschläge in weiten Teilen der Schweiz halten an.
Screenshot: Meteo Schweiz
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In Locarno ereignete sich dagegen auf der Via ai Monti ein Erdrutsch. Auch zwischen Maroggia und der italienischen Berggemeinde Lanzo d'Intelvi ereignete sich ein Erdrutsch, weshalb die Strasse gesperrt werden musste.

Campingplatz evakuiert

Gemäss Railsuisse musste aufgrund des schlechten Wetters auch die S-Bahn-Linie zwischen Chiasso und Albate-Camerlata (I) auf unbestimmte Zeit unterbrochen werden. Die Gewitter machten ausserdem allen Reisenden einen Strich durch die Rechnung, die den Monte Generoso mit der Zahnradbahn erreichen wollten - hier soll die Sperrung zunächst bis Mittwochabend dauern.

Laut einer Meldung im «Blick» wurde ein Campingplatz in Gordevio evakuiert. Die Behörden hätten am Dienstagabend entschieden, die Besucher des TCS-Campingplatzes an der Maggia vor dem Unwetter zu warnen. Es habe sich um eine Empfehlung gehandelt. Den Benutzern sei angeboten worden, auf einen Platz auszuweichen, der weiter vom Fluss entfernt liegt.

Neue Unwetterwarnung

Die Tessiner Kantonspolizei erneuerte am Mittwochmorgen ihre Unwetterwarnung: In grossen Teilen des Kantons bestehe die Gefahr, dass Flüsse über die Ufer träten und Material mit sich führten. Fahrzeuge sollten nicht neben Flussläufen geparkt werden und in den besonders betroffenen Gebieten nur im äussersten Notfall genutzt werden. Als Vorsichtsmassnahme sei bereits am Dienstagabend der TCS Campingplatz in Gordevio an der Maggia evakuiert worden, so die Kantonspolizei. Die örtliche Gemeinde habe sich zu diesem Schritt entschieden - es handle sich jedoch nur um eine Empfehlung an die Campingplatzbenutzer.

In der Mitte des Tessins seien zwischen 80 und 120 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, teilte ein Sprecher von MeteoSchweiz am Mittwoch auf Anfrage mit. Damit nehme die Region schweizweit den Spitzenplatz ein.

Bereits am Mittwochnachmittag soll eine neue Regenfront die Südschweiz treffen und noch mehr Kaltluft heranführen. Das unbeständige Wetter könnte noch bis Samstag anhalten. Im Naturgefahrenbulletin des Bundes gilt für die Alpensüdseite bis Donnerstag die Regenwarnstufe 3 von 5. Bis Freitag ist ausserdem die Hochwasserwarnstufe 2 von 5 für den Lago Maggiore, Lago di Lugano, die Maggia und den Ticino ausgegeben worden.

(SDA)

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