Zum Hauptinhalt springen

«Im Tunnel ist der psychische Druck enorm»

Ein brennender Güterzug im Simplon-Tunnel hat die Feuerwehr vor gewaltige Probleme gestellt. Gegenüber Redaktion Tamedia erklärt ein Fachmann die Probleme und Strategien bei solchen Einsätzen.

Notfallübung als Stresstest: Die Feuerwehr Stans bei einer Simulation eines Bahnunfalls im rund vier Kilometer langen Tunnel zwischen Grafenort und Engelberg im vergangenen Oktober.
Notfallübung als Stresstest: Die Feuerwehr Stans bei einer Simulation eines Bahnunfalls im rund vier Kilometer langen Tunnel zwischen Grafenort und Engelberg im vergangenen Oktober.
Keystone

Herr Kummer, der Brand eines Güterzuges im Simplon-Tunnel hat die Feuerwehren stundenlang gefordert – auch deshalb, weil sie wegen der Hitze offenbar nur in die Nähe des Brandherdes vorstossen konnten. Welche Temperaturen können bei einem solchen Feuer entstehen?Die Hitze ist über dem Brandherd am grössten und kann mehrere Hundert Grad bis über 1000°C erreichen. Das hängt vom Material ab, das brennt, von der Lüftung, der Tunnelgeometrie und anderen Faktoren. Im Tunnel herrscht, bedingt durch den Brand oder auch die Ventilation, meist eine Luftströmung. Auf der Zuströmseite sind die Temperaturen meist erträglich und werden erst in unmittelbarer Nähe des Brandherdes kritisch. Auf der Abströmseite ist die Hitze grösser, nimmt aber mit zunehmender Distanz zum Brandherd ab. Dorthin wird, wie beim Simplon in Richtung Italien, auch der Rauch transportiert – deshalb herrscht dort schlechte oder keine Sicht.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.