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Sturm Fabien fordert mehrere Tote in Italien, Portugal und Spanien

Mit Böen von bis zu 170 km/h fegt das Sturmtief Fabien über den Westen Europas. Venedig hat erneut mit einer Flutwelle zu kämpfen.

Ein umgestürzter Baum am Sonntagvormittag in Rom. Bild: Beatrice Larco (Keystone)
Ein umgestürzter Baum am Sonntagvormittag in Rom. Bild: Beatrice Larco (Keystone)
Salas, Keystone

Unwetter haben in Italien, Spanien und Portugal mindestens zehn Todesopfer gefordert. In Südwestfrankreich waren vorübergehend 95'000 Haushalte vorübergehend ohne Strom.

In ganz Italien gibt es derzeit starke Niederschläge. Erdrutsche und Überschwemmungen wurden vor allem in Ligurien und Piemont gemeldet. In Venedig wurde auch am Sonntag ein Wasserstand von 120 Zentimetern über dem normalen Meeresspiegel gemessen. Damit standen rund 30 Prozent der Stadt unter Wasser. Unweit von Florenz fiel ein Motorradfahrer aus noch nicht geklärten Gründen in den Fluss Saterno. Seine Leiche wurde von den Feuerwehrleuten geborgen.

Ein Autofahrer wurde unweit von Pordenone in Friaul-Julisch Venetien getötet, als er mit seinem Wagen auf eine überflutete, für den Verkehr gesperrte Strasse fuhr, wie italienische Medien berichteten. Der Mann hatte zuvor die Feuerwehr angerufen und um Hilfe gebeten. Als die Feuerwehreinheiten den Ort erreichen, war er mit dem Auto von den Fluten weggerissen worden.

Ein 62-jähriger Autofahrer wurde in Neapel von einem Baum erschlagen, der wegen heftiger Sturmböen auf das Fahrzeug fiel. Bei dem Opfer handelt es sich um einen marokkanischen Kaufmann.

Fünf Tote in Spanien - zwei in Portugal

Der Sturm «Elsa» hatte mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern pro Stunde (km/h) auch in verschiedenen Teilen Spaniens seit Wochenmitte fünf Menschenleben gefordert. Ein 67 Jahre alter Rentner aus den Niederlanden ertrank beim Surfen vor der Küste von Punta Umbria im Südwesten des Landes bei starkem Wellengang, wie Medien unter Berufung auf die Behörden berichteten. Ein Mann starb am Samstag in Huéscar bei Granada, als sein Wagen von Wassermassen überflutet wurde.

Im Norden des Landes starb ein 59-jähriger Landwirt, als sein Traktor in Vegas del Condado in der Provinz León in einen über die Ufer getretenen Fluss stürzte. Ein 77-Jähriger kam bei einem Erdrutsch in Aller in der Region Asturien ums Leben, ein andere Rentner im galicischen Santiago de Compostela beim Einsturz einer Mauer. Auch im Nachbarland Portugal gab es wegen der Unwetter zwei Tote.

Frau von Fassadenstücken erschlagen

Zudem wurde im Zentrum von Madrid eine Passantin von herabfallenden Fassadenstücken erschlagen. Die 32-Jährige aus Südkorea erlitt unter anderem ein Schädel-Hirn-Trauma und erlag am Samstag im Spital ihren Verletzungen, wie die Behörden mitteilten.

Der Unfall hatte sich am Freitagnachmittag in der Nähe von Touristenattraktionen wie dem Platz Puerta del Sol oder dem Prado-Museum ereignet. Die Hintergründe des Unglücks waren am Sonntag unklar. Ein Sprecher der Stadt äusserte die Vermutung, die Unwetter in weiten Teilen Spaniens könnten auch zu diesem Unfall geführt haben. Das Unglücksgebäude beherbergt die städtische Behörde für Kultur und Tourismus.

95'000 Haushalte ohne Strom

Nach dem Durchzug des Wintersturms «Fabien» sind in Südwestfrankreich rund 95'000 Haushalte ohne Strom. An der Atlantikküste habe der Wind Geschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde (km/h) erreicht, berichtete der Radionachrichtensender Franceinfo am Sonntag.

Auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika macht Hochwasser den Menschen zu schaffen. Der Flughafen der Inselkapitale Ajaccio blieb wegen Überflutung geschlossen. Auch im Fährverkehr zum Festland gebe es Beeinträchtigungen, berichtete Franceinfo.

SDA/chk

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