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Indisches Spital nimmt misshandeltes afghanisches Mädchen auf

Sahar Gul wurde von der Familie ihres Ehemanns brutal misshandelt. Die 15-Jährige soll nun zur weiteren medizinischen Behandlung nach Indien gebracht werden.

Gerettet, nachdem ihrer Familie von der Schwiegerfamilie der Zugang verwehrt worden war: Die schwer misshandelte Sahar Gul in einem Spital in Kabul. (31. Dezember 2011)
Gerettet, nachdem ihrer Familie von der Schwiegerfamilie der Zugang verwehrt worden war: Die schwer misshandelte Sahar Gul in einem Spital in Kabul. (31. Dezember 2011)
Reuters
Auch die Ministerin für Frauenangelegenheiten Dr. Husn Banu Ghazanfar (r.) besucht die 15-jährige Sahar Gul im Spital.
Auch die Ministerin für Frauenangelegenheiten Dr. Husn Banu Ghazanfar (r.) besucht die 15-jährige Sahar Gul im Spital.
Reuters
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Ein Krankenhaus in Indien solle die schweren Wunden des zwangsverheirateten Mädchens Sahar Gul versorgen, sagte ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums am Montag. Präsident Hamid Karzai wies das Ministerium laut einer Mitteilung an, die Suche nach dem flüchtigen Ehemann zu intensivieren.

Die seit einer Woche mit schwersten Verletzungen in einer Klinik der afghanischen Hauptstadt Kabul liegende Gul wurde nach eigenen Angaben vor allem von ihrer Schwiegermutter auf grausame Weise misshandelt, weil sie sich nicht zur Prostitution zwingen liess. Demnach sperrte die Frau sie etwa ein halbes Jahr lang in der Toilette ein, folterte sie mit glühenden Zigaretten, riss ihr die Fingernägel aus und gab ihr weder Essen noch Wasser.

Angehörige schalten Polizei ein

Das Mädchen war vor etwa sieben Monaten für 5000 Dollar von ihrem Bruder an ihren späteren Ehemann verkauft worden. Zusammen mit ihm und seinen Eltern lebte sie seither in der nordöstlichen Provinz Baghlan. Als ihrer eigenen Familie aus der Nachbarprovinz Badakhshan kürzlich der Zugang zum Haus der Schwiegereltern verwehrt wurde, wandte diese sich an die Polizei.

(AFP)

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