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Indonesischer Vulkan kommt nicht zur Ruhe

Der Vulkan Merapi auf der indonesischen Hauptinsel Java ist erneut ausgebrochen. Über 40'000 Menschen wurden evakuiert.

Stösst immer noch Asche aus: Der Vulkan Merapi auf Java.
Stösst immer noch Asche aus: Der Vulkan Merapi auf Java.
Keystone
Rettungskräfte tragen Tote aus den zerstörten Dörfern.
Rettungskräfte tragen Tote aus den zerstörten Dörfern.
Reuters
Der letzte grössere Ausbruch: Im Mai 2006 fliesst heisse Lava die Flanken des Merapi hinunter.
Der letzte grössere Ausbruch: Im Mai 2006 fliesst heisse Lava die Flanken des Merapi hinunter.
Keystone
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Die Streitkräfte zwangen die an den Hängen des Vulkans lebenden Dorfbewohner, ihre Häuser zu verlassen. Bei der chaotischen Evakuierung kam nach Angaben des Roten Kreuzes eine 35-jährige Frau ums Leben. Damit starben bereits 36 Menschen seit dem ersten Ausbruch am Dienstag. Die kraftvolle, insgesamt 21-minütige Eruption führte zur vorübergehenden Schliessung des 20 Kilometer entfernten Flughafens von Yogyakarta.

Zu dem erneuten Ausbruch sei es am frühen Morgen gekommen, berichtete der Vulkanologe Surono. Einige Dorfbewohner lehnten es ab, ihre Häuser zu verlassen. Als Begründung gaben sie an, ihr Vieh und ihre Unterkünfte schützen zu wollen. Derzeit sind mindestens 47'000 Menschen, die rund um den Vulkan leben, in Lagern der Regierung oder bei Angehörigen und Freunden untergebracht, teilte der Nationale Katastrophenschutzstab mit.

Während die Behörden bereits von einem Nachlassen der Vulkanaktivität gesprochen hatten, warnte der Leiter des nahegelegenen Vulkan-Zentrums, Subandrio, am Samstag davor, dass das Schlimmste noch bevorstehen könnte.

Zahl der Tsunami-Opfer steigt

Hunderte Kilometer weiter westlich ist die Zahl der Todesopfer nach dem Tsunami am Samstag auf mindestens 413 gestiegen. 163 Menschen werden noch vermisst, wie Mitarbeiter des Krisenzentrums mitteilten. Die Rettungskräfte befürchten, dass viele der Vermissten von der Flutwelle am Montag ins Meer gerissen wurden. 23'000 Menschen auf den Mentawai-Inseln vor Sumatra verloren durch die Flutwelle ihr Obdach.

Die Versorgung der Überlebenden mit Lebensmitteln, Wasser und Decken bereitet weiter Schwierigkeiten. Einige abgelegene Küstendörfer waren nur zu Fuss oder über das Meer zu erreichen. Insgesamt kosteten die beiden Naturkatastrophen in dem südostasiatischen Staat damit 449 Menschenleben.

dapd/jak

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