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Italienische Küstenwache kann zehn Flüchtlinge nur tot bergen

Auf dem Weg nach Italien sind mindestens 80 Migranten aus Libyen in Seenot geraten und mit ihrem Boot gekentert. Rettungskräfte konnten 70 Personen retten.

Immer wieder geraten Migranten auf dem Weg nach Italien in Seenot: Ein vor der sizilianischen Insel Lampedusa gesichtetes Flüchtlingsboot. (Archivbild Keystone)
Immer wieder geraten Migranten auf dem Weg nach Italien in Seenot: Ein vor der sizilianischen Insel Lampedusa gesichtetes Flüchtlingsboot. (Archivbild Keystone)

Bei einem neuen Flüchtlingsdrama im Mittelmeer hat die italienische Küstenwache 70 in Seenot geratene Bootsflüchtlinge gerettet, zehn Schiffsbrüchige aber nur noch tot bergen können. Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa meldete, kenterte das aus Libyen kommende Schiff am Samstagabend etwa 35 Seemeilen von der Küste Libyens und 140 Seemeilen von der Insel Lampedusa entfernt. Drei Männer und sieben Frauen ertranken. Laut Ansa alarmierte ein Anrufer über Satellitentelefon die Küstenwache, die daraufhin die Behörden in Libyen und Malta verständigte. Ein maltesisches Flugzeug ortete die Schiffbrüchigen. Den Rettungskräften gelang es, 62 Männer und acht Frauen aus Seenot zu retten. Eine der geretteten Frauen war schwanger. Zwei Schnellboote der Küstenwache setzten die Suche nach Überlebenden fort.

Über die Nationalität der Flüchtlinge lagen zunächst keine Angaben vor. Einige Schiffbrüchige befanden sich laut Ansa im Meer, andere klammerten sich an dem gekenterten Schiff fest, das von dem maltesischen Flugzeug lokalisiert worden war.

Viele stranden in Lampedusa

Auf Lampedusa stranden immer wieder Flüchtlinge aus Nordafrika. Vor allem während der gewaltsamen Umstürze in Libyen und Tunesien erhöhte sich ihre Zahl drastisch.

Die Entwicklung löste innerhalb der Europäischen Union eine heftige Debatte über die Zuständigkeiten für die Betreuung der Flüchtlinge aus, die Italien nicht allein schultern will. Immer wieder ertrinken Hunderte afrikanische Migranten auf dem Weg von Nordafrika nach Europa im Mittelmeer.

SDA/mw

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