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Jeder fünfte Schüler nimmt Medikamente

Experten sind besorgt und schlagen Alarm: Es dürfe nicht sein, dass so viele junge Menschen auf Medikamente zur Leistungssteigerung zurückgreifen.

Viele Jugendliche würden heute zu leistungssteigernden Medikamenten greifen: Ein Schulkind löst eine Aufgabe.
Viele Jugendliche würden heute zu leistungssteigernden Medikamenten greifen: Ein Schulkind löst eine Aufgabe.
Christian Beutler, Keystone
Wie zuvor bekannt wurde, stieg zwar die Abgabe von Ritalin, nicht aber die Anzahl von ADHS-Diagnosen.
Wie zuvor bekannt wurde, stieg zwar die Abgabe von Ritalin, nicht aber die Anzahl von ADHS-Diagnosen.
Julian Stratenschulte, Keystone
Für manche lohnt sich der Besuch von Arbeitsintegrationsprogrammen, um die eigenen Stärken zu entdecken.
Für manche lohnt sich der Besuch von Arbeitsintegrationsprogrammen, um die eigenen Stärken zu entdecken.
Gaetan Bally, Keystone
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Erst kam eine Juristin zum Schluss, dass die Abgabe von Ritalin zur Steigerung der mentalen Leistungsfähigkeit an Minderjährige illegal sei. Zudem hiess es, dass zwar die Abgabe von Ritalin in den letzten Jahren stieg, die Zahl von ADHS-Diagnosen aber stagnierte.

Nun ergänzt eine neue Studie aus dem Kanton Zürich laut «SonntagsBlick», dass 21 Prozent der Schüler regelmässig verschreibungspflichtige Medikamente einnehmen würden. Das heisst: Jeder fünfte Mittelschüler greift zu Gehirndoping, um mit dem Leistungsdruck besser klarzukommen.

«Ärzte sind auf sich allein gestellt»

Monique Portner-Helfer von Sucht Schweiz sei «überrascht» vom hohen Anteil der Schüler: «Dass so viele Mittelschüler während ihrer Ausbildung und in der Freizeit zu Medikamenten greifen, ist besorgniserregend.»

Es würden deshalb von Experten Regeln und Kontrollmechanismen gefordert. «Heute sind die Ärzte weitgehend auf sich allein gestellt, wenn sie entscheiden müssen, ob die Verschreibung der Mittel im Rahmen ihrer Sorgfaltspflicht erfolgt», meint Jurist Bernhard Rütsche im «SonntagsBlick». Seine Forderung: Es brauche klare Vorgaben zur Abgabe.

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