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Kachelmann-Prozess: Wohl erst im Herbst

Der Vergewaltigungsprozess gegen Wettermoderator Jörg Kachelmann beginnt laut Medienberichten frühestens im kommenden September.

Kachelmann bezeichnete sich in einer Erklärung seiner Anwälte als unschuldig. Am 31. Mai 2011 wurde er «in dubio pro reo» freigesprochen.
Kachelmann bezeichnete sich in einer Erklärung seiner Anwälte als unschuldig. Am 31. Mai 2011 wurde er «in dubio pro reo» freigesprochen.
Reuters
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In Justizkreisen gehe man von einem Prozessbeginn erst nach den Sommerferien aus, berichtete der «Spiegel» am Wochenende. Auch der «Focus» erwartet einen Prozessbeginn Anfang September. Der Anwalt des mutmasslichen Opfers, Thomas Franz, sagte «Sonntag aktuell»: «Wenn das Gericht weiterhin von einem dringenden Tatverdacht ausgeht, gibt es jetzt gar keine andere Möglichkeit, als das Hauptverfahren zu eröffnen.»

Das Landgericht Mannheim hatte am Donnerstag Kachelmanns Entlassung aus dem Gefängnis abgelehnt und zur Begründung erklärt, seine Einlassungen seien wenig plausibel. Dagegen werde die Aussage des mutmasslichen Opfers nach wie vor als glaubhaft eingestuft. Über eine Haftbeschwerde von Kachelmanns Anwalt muss nun das Oberlandesgericht Karlsruhe entscheiden. «Wir werden den Fall mit der gebotenen Beschleunigung bearbeiten», sagte ein Gerichtssprecher der «Sonntag aktuell».

Kachelmann wird verdächtigt, seine Freundin vergewaltigt, mit einem Messer am Hals verletzt und ihr mehrmals gedroht zu haben, sie zu töten. Im Fall einer Verurteilung droht ihm eine Haftstrafe zwischen 5 bis 15 Jahren. Der Schweizer, der seit Ende März in Untersuchungshaft in Mannheim sitzt, weist die Vorwürfe zurück. Franz kündigte an, dass seine Mandantin in dem Prozess «ihre Zeugenpflichten wahrnehmen und aussagen wird».

dapd/raa

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