Zum Hauptinhalt springen

Kalaschnikow-Erfinder beschwert sich bei Putin

Der 92-jährige Michail Kalaschnikow hat einen Brief an den russischen Präsidenten geschrieben. Das Kalaschnikow-Werk, Produzentin der weitverbreiteten AK-47, befinde sich im Niedergang.

mw
Hatte wegen einer Kriegsverletzung Zeit für die Entwicklung der AK-47: Michail Kalaschnikow 2007 an einer Konferenz zum 60. Geburtstag der Waffe in Moskau.
Hatte wegen einer Kriegsverletzung Zeit für die Entwicklung der AK-47: Michail Kalaschnikow 2007 an einer Konferenz zum 60. Geburtstag der Waffe in Moskau.
AFP

Michail Kalaschnikow, Erfinder des nach ihm benannten weltberühmten Schnellfeuergewehrs, hat sich über den Niedergang des Kalaschnikow-Werks beklagt. In einem Brief an Präsident Wladimir Putin heisst es, die Produktion der Gewehre sei «komplett» zum Erliegen gekommen, Exportverträge würden nicht erfüllt. Nicht einmal der russische Staat bekomme die Gewehre, die er bestellt habe.

Der Brief ist von dem mittlerweile 92-jährigen Kalaschnikow und 16 ehemaligen Angestellten des Werkes Ischmasch in der Region Udmurtien unterzeichnet. Darin heisst es, das gut ausgebildete Personal verlasse die Firma, da der Monatslohn unter 10'000 Rubel (250 Euro) liege. Mitte Oktober hatten bereits rund 200 Ischmasch-Angestellte des Werks gegen ihre kümmerliche Bezahlung protestiert.

Wichtiger Rüstungshersteller

Das 1807 gegründete Ischmasch-Werk ist nach wie vor einer der wichtigsten Rüstungshersteller Russlands. Kalaschnikow hatte mit der Entwicklung des ersten Modells AK-47 begonnen, als er sich 1947 von einer Kriegsverletzung erholte. In zahlreichen Modellen wurde die Waffe zu einem der Exportschlager Russlands und zur bevorzugten Waffe zahlreicher Untergrundkämpfer und Dutzender Armeen. Weltweit sollen etwa 100 Millionen Kalaschnikows im Umlauf sein.

(AFP)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch