Zum Hauptinhalt springen

Kanadische Pflegerin soll acht Patienten getötet haben

Eine ehemalige Krankenschwester steht unter Verdacht, mit Hilfe von Medikamenten pflegebedürftige Senioren ermordet zu haben.

jdr
Sie soll in zwei Pflegeheimen im Süden Ontarios acht Patienten ermordet haben: Eine 49-jährige ehemalige Krankenschwester (25. Oktober 2016).
Sie soll in zwei Pflegeheimen im Süden Ontarios acht Patienten ermordet haben: Eine 49-jährige ehemalige Krankenschwester (25. Oktober 2016).
Geoff Robins, AFP
Die Kanadierin soll die acht Patienten mit Hilfe von Medikamenten getötet haben: Mitarbeiter der lokalen Polizei klären an einer Medienkonferenz über den Fall auf (25. Oktober 2016).
Die Kanadierin soll die acht Patienten mit Hilfe von Medikamenten getötet haben: Mitarbeiter der lokalen Polizei klären an einer Medienkonferenz über den Fall auf (25. Oktober 2016).
Dave Chidley/The Canadian Press via AP
1 / 4

Weil sie acht ältere Patienten getötet haben soll, ist eine ehemalige Krankenschwester in Kanada festgenommen worden. Die Frau stehe in dringendem Verdacht, zwischen 2007 und 2014 in zwei privaten Altersheimen der kanadischen Provinz Ontario acht Männer und Frauen im Alter zwischen 75 und 96 Jahren getötet zu haben, teilte die Polizei in einer am Dienstag vom Fernsehen übertragenen Medienkonferenz mit.

Nach Angaben des Ermittlers Dave Truax tötete die 49-Jährige ihre Patienten mit Hilfe von Medikamenten, die in den Altersheimen zur Verfügung standen. Zu ihren Motiven und warum sie so lange unentdeckt blieb, äusserte sich Truax mit Hinweis auf das laufende Verfahren zunächst nicht.

Katzenfotos und Glaubensbekenntnisse

Nach Angaben des Polizeichefs von Woodstock, wo sich eines der Heime für pflegebedürftige Senioren befindet, erhielt die Polizei erst Ende September einen Hinweis.

Die Frau wurde noch am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt, sie bleibt wegen Mordverdachts in Haft. Sie war seit Juni 1995 als Krankenschwester registriert. Am 30. September, einen Tag nach Beginn der Ermittlungen gegen sie, schied sie aus ihrem Beruf aus. In ihrem Privatleben veröffentlichte sie gerne Katzenfotos im Internet, liess sich über Kochrezepte aus und rühmte Gott.

Die Tochter eines ihrer Opfer berichtete örtlichen Medien, ihre Mutter habe an Alzheimer gelitten und sei kurz vor ihrem Tod ins Koma gefallen. Andere Angehörige von Opfern standen unter Schock. Caressant Care, eines der betroffenen Heime, äusserte sein «tiefes Bedauern über den zusätzlichen Stress und Schmerz der betroffenen Familien».

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch