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Kiko wegen Vergewaltigung verurteilt

Das Zürcher Obergericht hat den Häftling zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Die ehemalige Gefängnisaufseherin Angela Magdici steht offenbar weiterhin zu ihm.

Angela Magdici sagte, sie habe die Berufsehre der Aufseher nicht in den Schmutz ziehen wollen. Sie habe ihren Job gerne ausgeübt: die ehemalige Gefängnisaufseherin vor dem Bezirksgericht in Dietikon. (24. Januar 2017)
Angela Magdici sagte, sie habe die Berufsehre der Aufseher nicht in den Schmutz ziehen wollen. Sie habe ihren Job gerne ausgeübt: die ehemalige Gefängnisaufseherin vor dem Bezirksgericht in Dietikon. (24. Januar 2017)
Walter Bieri, Keystone
Die Gefängniswärterin floh zusammen mit dem Häftling Hassan K. Anfang Februar aus dem Gefängnis Limmattal. Am Karfreitag wurden die beiden in Italien verhaftet: In Chiasso übernahmen Schweizer Polizisten Angela M.
Die Gefängniswärterin floh zusammen mit dem Häftling Hassan K. Anfang Februar aus dem Gefängnis Limmattal. Am Karfreitag wurden die beiden in Italien verhaftet: In Chiasso übernahmen Schweizer Polizisten Angela M.
Dominique Meienberg, Keystone
«Unser System sollte verhindern, dass eine Aufseherin einfach mit einem Häftling aus dem Gebäude spazieren kann», sagte Gefängnisdirektor Roland Zurkirchen der «Limmattaler Zeitung». Aber ein System sei «nur so gut wie der, der es manipuliert».
«Unser System sollte verhindern, dass eine Aufseherin einfach mit einem Häftling aus dem Gebäude spazieren kann», sagte Gefängnisdirektor Roland Zurkirchen der «Limmattaler Zeitung». Aber ein System sei «nur so gut wie der, der es manipuliert».
Dominique Meienberg, Keystone
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Eine Hochzeit in Freiheit mit der ehemaligen Gefängnisaufseherin Angela Magdici wird es für Hassan Kiko so schnell nicht geben: Das Zürcher Obergericht hat den Ausbrecher-Häftling zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren verurteilt. Er wurde wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung schuldig gesprochen.

Der gelernte Coiffeur Hassan Kiko war angeklagt, weil er eine junge Frau am Tag vor ihrem 16. Geburtstag vergewaltigt haben soll. Gemäss Staatsanwaltschaft fand die Tat im Auto eines Kollegen statt, das auf dem Parkplatz vor einer Shisha-Bar abgestellt war.

Kiko stritt Vorwürfe ab

In der Befragung betonte der 28-jährige Syrer mehrmals, dass der Sex einvernehmlich gewesen sei. Die Frau habe sogar mehr Lust gehabt als er. Zudem habe sie ihm gesagt, dass sie 19 Jahre alt gewesen sei. Verteidigt wurde der Beschuldigte von Valentin Landmann.

Zu Beginn des Prozesses wurde das Opfer noch einmal zur Vergewaltigung befragt. Um die junge Frau zu schützen, war die Öffentlichkeit davon ausgeschlossen. Auch die Journalisten mussten draussen warten und waren erst zur Befragung des Häftlings zugelassen.

«Sie steht zu mir, auch wenn ich tot bin»

Die 32-jährige Gefängnis-Aufseherin Angela Magdici, die den Syrer im Februar aus dem Gefängnis befreite, verfolgte den Prozess als einzige Zuschauerin mit. Die beiden sind offensichtlich immer noch ein Paar. Er wolle mit ihr zusammen sein, auch wenn er verurteilt werde, sagte der Beschuldigte. «Sie steht sogar zu mir, wenn ich tot bin.»

SDA/woz

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