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Kinder erkranken nach Verzehr von Lidl-Fleisch

Die französischen Gesundheitsbehörden haben wegen Verdachts auf E.-coli-Bakterien Hacksteaks des deutschen Discounters Lidl zurückgerufen. Zuvor waren fünf Kinder erkrankt.

Zehn Tonnen Fleisch zurückgerufen: Ein Lidl-Supermarkt bei Paris.
Zehn Tonnen Fleisch zurückgerufen: Ein Lidl-Supermarkt bei Paris.
Keystone

Die französischen Gesundheitsbehörden haben Hamburger-Bratlinge des deutschen Discounters Lidl zurückgerufen, weil diese vermutlich mit E.-coli-Bakterien verunreinigt waren. Wie Behördensprecher des Departments Nord-Pas-de-Calais, Daniel Lenoir, am Donnerstag mitteilte, handele es sich jedoch mit Sicherheit nicht um den in Deutschland verbreiteten Ehec-Bakterienstamm. Bei den Hacksteaks besteht der Verdacht auf eine Verunreinigung, nachdem sieben Kinder an Durchfall erkrankten. Die Bratlinge wurden in Frankreich produziert und von Lidl vertrieben.

Das Rindfleisch für die Hacksteaks kam von Bauernhöfen in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden, wie der französische Produzent SEB mitteilte. Sprecher Guy Lamorlette sagte, betroffen seien etwa zehn Tonnen Fleisch. Die Bratlinge seien analysiert worden, bevor sie an die Grosshändler ausgeliefert worden seien. Die Familie eines erkrankten Kindes habe die Bratlinge den Gesundheitsbehörden für eine Analyse übergeben, erklärte der Co-Direktor von Lidl in Frankreich, Jerome Gresland. Die erkrankten Kinder litten unter schwerem Durchfall.

Ein Sprecher der Europäischen Union, Frederic Vincent, sagte, der Ausbruch sei nach Angaben der Europäischen Kommission bei weitem nicht so schwerwiegend wie der in Deutschland. Der in Frankreich gefundene Stamm werde regelmässig gefunden. Im vergangenen Jahr habe es europaweit etwa 3500 Krankheitsfälle im Zusammenhang mit E.-coli-Bakterien gegeben. In Deutschland gibt es etwa 3000 gemeldete Ehec-Fälle. Bisher starben 39 Menschen an den Folgen der vom Ehec verursachten Krankheit HUS.

dapd/jak

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