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Lava verschlingt nach monatelanger Reise erstes Haus

Seit Juni fliesst die Lava des Vulkans Kilauea auf Hawaii unaufhaltsam, hat bereits einen Friedhof und eine Strasse zerstört. Jetzt setzte sie das erste Haus in Brand. Die Bewohner von Pahoa sind machtlos.

Unaufhaltbar: Lavastrom erreicht auf Hawaii ein Wohnhaus. (10. November 2014)

Die Bewohner von Pahoa konnten über Monate zuschauen, wie ein langsamer Lavafluss auf ihren Ort zusteuerte – nun hat der Strom ein erstes Haus des Ortes auf Hawaii getroffen. Die Lava des Vulkans Kilauea habe die Unterkunft in Brand gesetzt, sagte der Direktor des hawaiianischen Zivilschutzes, Darryl Oliveira.

Das Haus mit einem geschätzten Wert von rund 200'000 Dollar war innerhalb von Minuten niedergebrannt. Die Mieter seien jedoch vorher in Sicherheit gebracht worden, sagte Oliveira. Auch ein Wellblechlager sei Opfer des Gesteinsmaterials geworden.

Der Lavastrom aus der Vogelperspektive. (Video: Youtube/Storyful)

Der Lavastrom begann im Juni und wälzte sich seither im Schritttempo zu Tal. Nahe Pahoa hatte er bereits am 26. Oktober eine Strasse erreicht. Anschliessend hatte die Lava einen Friedhof überquert und eine Gartenhütte verwüstet. Mittlerweile haben sich mehrere weitere Nebenflüsse des Gesteinsmaterials gebildet, die in verschiedene Richtungen davonströmen.

Feuerwehr löscht Gebäude nicht

Die Feuerwehr werde in Brand geratene Gebäude nicht versuchen zu löschen, dafür aber Waldbrände bekämpfen, die andere Häuser gefährdeten, sagte Oliveira. Wenn sie es wollten – etwa aus Versicherungsfragen – könnten Hausbesitzer vor Ort Zeuge davon werden, wie ihre Häuser von der Lava zerstört würden.

Der Kilauea ist einer der aktivsten Vulkane der Welt. Seit 1983 ist er immer wieder ausgebrochen. In den 90er-Jahren wurden rund 200 Häuser durch einen Lavafluss aus dem Kilauea zerstört.

AP/chk

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