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Lebenslange Haft für britischen Teenager

Ein Gericht in Manchester hat einen 15-jährigen Briten wegen Aufwiegelung zu Terrorakten in Australien zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Verbindungen zum IS: Die Polizei hat diese Holzkiste im Zimmer des 15-jährigen Angeklagten gefunden. (2. Oktober 2015)
Verbindungen zum IS: Die Polizei hat diese Holzkiste im Zimmer des 15-jährigen Angeklagten gefunden. (2. Oktober 2015)
Keystone

Wegen Aufhetzung zu Terrorismus ist in der britischen Stadt Manchester ein 15-jähriger Bursche zu lebenslänglicher Haft verurteilt worden. Wenn er nach fünf Jahren keine Gefahr mehr für die Öffentlichkeit darstelle, könne er vorzeitig entlassen werden, erklärte der Richter Justice Saunders. Der Junge, der bei seiner Festnahme im April 14 Jahre alt war, wurde für schuldig befunden, 3000 verschlüsselte Botschaften mit einem 18-jährigen Komplizen in Melbourne ausgetauscht zu haben, um Anschläge in der australischen Stadt vorzubereiten.

Medienberichten zufolge handelt es sich um den jüngsten jemals in Grossbritannien verurteilten Terrorverdächtigen. Sein Komplize muss sich kommendes Jahr in Australien vor Gericht verantworten. Ein Anschlagsziel des Duos war dem Gericht zufolge eine Veranstaltung Ende April zu Ehren der in der Schlacht von Gallipoli in der heutigen Türkei vor hundert Jahren getöteten australischen und neuseeländischen Soldaten. Bei dem nationalen Gedenktag sollten demnach Polizisten getötet werden.

Vom IS rekrutiert

Richter Saunders sagte, ohne das Eingreifen der Polizei hätte es zahlreiche Tote geben können. Der Verteidiger des muslimischen Schülers, der im Juli auf schuldig plädiert hatte, führte aus, dass sein Mandant im Internet durch die Jihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) radikalisiert und rekrutiert worden sei. Im Zuge der Ermittlungen hatte die australische Polizei noch weitere junge Männer festgenommen. Einer von ihnen wurde Ende August gegen Zahlung einer Kaution auf freien Fuss gesetzt.

Das australische Militär beteiligt sich an der US-geführten Koalition gegen die IS-Jihadisten im Irak. Ex-Premierminister Tony Abbott hatte im September überdies eine Ausweitung der Luftangriffe auf Syrien angekündigt.

AFP/fal

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