Zum Hauptinhalt springen

Mann muss wegen Bombenalarms in Genf ins Gefängnis

Ein Inder hat am Genfer Flughafen einen falschen Bombenalarm ausgelöst. Die Justiz hat umgehend reagiert.

Ein Scherz mit Folgen: Die Genfer Staatsanwaltschaft hat nach dem falschen Bombenalarm vom Donnerstag gegen den geständigen Mann sofort ein Urteil gefällt. (13. Oktober 2016)
Ein Scherz mit Folgen: Die Genfer Staatsanwaltschaft hat nach dem falschen Bombenalarm vom Donnerstag gegen den geständigen Mann sofort ein Urteil gefällt. (13. Oktober 2016)
Martial Trezzini, Keystone
Die 115 Passagiere blieben unverletzt: Die Aeroflot-Maschine am Flughafen Genf. (13. Oktober 2016)
Die 115 Passagiere blieben unverletzt: Die Aeroflot-Maschine am Flughafen Genf. (13. Oktober 2016)
20-Minuten-Leserreporter
Ein Mann präsentierte sich am Schalter der Fluggesellschaft und kündigte an, dass sich im Flugzeug eine Bombe befinde, wie die Genfer Staatsanwaltschaft mitteilte. Er wurde von der Polizei festgenommen, die ein Verfahren gegen ihn eröffnete.
Ein Mann präsentierte sich am Schalter der Fluggesellschaft und kündigte an, dass sich im Flugzeug eine Bombe befinde, wie die Genfer Staatsanwaltschaft mitteilte. Er wurde von der Polizei festgenommen, die ein Verfahren gegen ihn eröffnete.
20-Minuten-Leserreporter
1 / 3

Der 39-jährige Mann, der tagszuvor einen falschen Bombenalarm auf dem Flughafen in Genf ausgelöst hat, ist am Freitag wegen «Schreckung der Bevölkerung» zu einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten verurteilt worden. Die Verurteilung ist nach der Vernehmung des Angeklagten durch die Genfer Staatsanwaltschaft erfolgt. Der Mann wurde via Strafbefehl verurteilt, weil er auf eine Einsprache verzichtete, wie es in einer Mitteilung vom Freitagabend heisst. Das Urteil ist aber noch nicht in Kraft getreten.

Ein Flugzeug der russischen Fluggesellschaft Aeroflot musste gestern auf dem Flughafen Genf wegen eines falschen Bombenalarms evakuiert worden. Die Maschine befand sich bereits auf dem Rollfeld und hätte nach Moskau fliegen sollen. An Bord befanden sich 115 Passagiere.

Nur ein Scherz

Der 39-Jährige meldete sich kurz vor 13 Uhr am Schalter der Fluggesellschaft und gab an, dass sich im Flugzeug eine Bombe befinde. Er wurde von der Polizei festgenommen. Bei der Befragung gab der Mann zu, dass es sich bei der Drohung um einen Scherz gehandelt habe.

Nach dem Alarm wurden die Gepäckstücke aus dem Flugzeug ausgeladen und mussten von ihren Besitzern verifiziert werden. Sprengstoffexperten der Genfer Polizei durchsuchten darauf das Flugzeug. Der Zwischenfall sorgte für grosse Verspätung.

Nicht erster Zwischenfall

Es ist dieses Jahr nicht das erste Mal, dass jemand wegen eines falschen Bombenalarms am Flughafen Genf verurteilt wird. Ende Juli erhielt eine 41-jährige Französin deswegen eine sechsmonatige Gefängnisstrafe, drei Monate davon musste sie absitzen.

Zudem wurden ihr 90'000 Franken in Rechnung gestellt – für die 145 aufgebotenen Polizisten. Die Frau wollte die angebliche Geliebte ihres Mannes am Abflug hindern.

SDA/fal

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch