Martullo im Visier: Anschlag auf Ems-Chemie in Männedorf

Ein «Komitee für Kämpfende Streikerinnen» hat Farbe vor einem Büro der Ems-Gruppe versprüht. Chefin Magdalena Martullo-Blocher reagiert mit Strafanzeige.

Verunstaltet: Büro-Eingang der Ems-Chemie in Männedorf am Mittwochmorgen. Leserbild «20 Minuten»

Verunstaltet: Büro-Eingang der Ems-Chemie in Männedorf am Mittwochmorgen. Leserbild «20 Minuten»

Unbekannte haben in der Nacht auf heute Mittwoch den Eingang eines Büros der Ems-Chemie in Männedorf mit Farbe beworfen. Zum Anschlag bekannte sich laut dem Unternehmen ein «Komitee für Kämpfende Streikerinnen».

Die Ems-Chemie hat Strafanzeige wegen Sachbeschädigung eingereicht, wie der Spezialchemiekonzern mitteilte. Der Vorfall sei speziell vor dem Hintergrund bedauerlich, dass Gewalt die Anliegen der Frauen nicht unterstütze.

Falsch zitiert?

Laut der Mitteilung wurde Konzernchefin Magdalena Martullo-Blocher von «verschiedenen Medien» falsch zitiert mit Aussagen zum Frauenstreik vom kommenden Freitag. So hiess es beispielsweise, dass die Ems-Chefin den Kollektivvertrag kündigen würde, wenn in ihrem Unternehmen gestreikt wird.

Richtig sei, dass Martullo-Blocher gegenüber der «Schweiz am Wochenende» gesagt habe, Mitarbeitende könnten «selbstverständlich im Rahmen der Jahresarbeitszeit oder über Ferien» am Frauenstreik teilnehmen. Laut Kollektivarbeitsvertrag seien die Vertragsgewerkschaften aber allgemein verpflichtet, keine Mobilisierungsaktionen für Streiks im Betrieb durchzuführen.

sda/pu

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