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Weltkriegsbombe erfolgreich entschärft

Eine 1,8 Tonnen schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg stellt in Augsburg keine Bedrohung mehr dar. 54'000 Bewohner hatten am Weihnachtstag ihre Wohnung verlassen müssen.

Eine 1,8 Tonnen schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg konnte in Augsburg erfolgreich entschärft werden.
Eine 1,8 Tonnen schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg konnte in Augsburg erfolgreich entschärft werden.
Stefan Puchner, AFP
Die Fliegerbombe war bereits am 20. Dezember an der Maximilianstrasse entdeckt worden.
Die Fliegerbombe war bereits am 20. Dezember an der Maximilianstrasse entdeckt worden.
Stefan Puchner, Keystone
Auch für viele Busse ging in Augsburg vorübergehend nichts mehr.
Auch für viele Busse ging in Augsburg vorübergehend nichts mehr.
Tobias Hase, AFP
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Die Weltkriegsbombe in der Augsburger Innenstadt ist entschärft. Dies teilte die Stadt Augsburg am Sonntagabend im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Zugleich betonte sie, dass die Evakuierung noch nicht aufgehoben sei.

54'000 Bewohner hatten ihre Wohnungen in der Innenstadt am frühen Morgen des ersten Weihnachtsfeiertags wegen der Entschärfung verlassen müssen. Es handelte sich um die grösste Evakuierung im Deutschland der Nachkriegszeit.

Die Schutzzone umfasste weite Teile der Innenstadt in einem Radius von rund 1500 Metern um die Fundstelle des bei Bauarbeiten entdeckten Sprengkörpers. Zwei Sprengmeister des Kampfmittelräumdienstes entschärften die britische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg.

Nachdem die Bombe am 20. Dezember entdeckt worden war, hatten sich die Behörden bemüht, die Bürger über die Evakuierung zu informieren. Dabei gingen sie auch auf die Frage ein, warum die Bombe ausgerechnet am ersten Weihnachtsfeiertag entschärft werden muss. «An einem Werktag wäre die Evakuierung ungleich schwieriger, da auch der ganze Arbeits- und Geschäftsbetrieb beeinträchtigt wäre. An einem Feiertag gibt es zudem weniger Verkehr», erläuterte die Stadt.

«Die Atmosphäre in der Stadt ist gespenstisch. Kein Mensch auf den Strassen, kein Gesicht hinter den Fensterscheiben», teilte die Stadt Augsburg auf einer eigens eingerichteten Internetseite mit.

Lebensgefahr

Die Einsatzkräfte prüften vor Beginn der Entschärfung Haus für Haus, ob sich noch Menschen in dem Gebiet befanden. «Die Evakuierung ist vollzogen», sagte Augsburger Oberbürgermeister Kurt Gribl auf der Medienkonferenz am Sonntagnachmittag. Die Behörden riefen die Anwohner zuvor immer wieder auf, ihre Wohnungen zu verlassen.

«Während der Entschärfung besteht in der Schutzzone Lebensgefahr!», warnte die Polizei über Twitter. Die Evakuierung verlief nach Angaben der Polizei friedlich, sich widersetzende Anwohner gab es demnach nicht.

SDA/fal

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