Mehr Sonne als im Engadin

Der Februar 2019 war verbreitet deutlich zu mild, zu trocken und viel zu sonnig.

Das sonnige, milde Wetter lockte die Schweizer im Februar auf die Spazierwege. Foto: Keystone

Das sonnige, milde Wetter lockte die Schweizer im Februar auf die Spazierwege. Foto: Keystone

Wie MeteoNews in einer Mitteilung schreibt, war der Februar deutlich zu mild. Die Abweichungen betragen dabei zwischen etwa 1 Grad und 4 Grad, wobei der Überschuss in den Bergen am grössten war. Beispielsweise auf dem Jungfraujoch ist es der zweitwärmste je gemessene Februar, nur übertroffen vom Februar 1998. An einzelnen Stationen gab es Temperaturrekorde, beispielsweise in Bullet, wo am 27. Februar mit 15,2 Grad der alte Rekord vom 7. Februar 2011 um ganze 1,7 Grad übertroffen wurde. Auch in Neuenburg, Nyon, Zermatt und auf dem Chasseral wurden neue Höchstwerte verzeichnet.

Bezüglich Niederschlag konnte verbreitet ein Defizit verzeichnet werden, teilweise fiel weniger als die Hälfte des normalen Februarniederschlags. Vom 12. Februar an war es unter Hochdruckeinfluss vielerorts trocken. Da es aber bis zum 11. immer wieder mal Niederschlag gab, figuriert der vergangene Februar nicht unter den trockensten je gemessenen Februaren. Jedoch herrscht seit Mitte Monat im Tessin eine grosse Waldbrandgefahr.

Fast so viel Sonne wie im Juli

Das ab dem 12. Februar unter Hochdruckeinfluss meistens sonnige Wetter führte schliesslich dazu, dass es verbreitet zu sonnig war. Im Flachland war es nach 2008 vielerorts der zweitsonnigste Februar. In Genf und Basel hingegen wurden die früheren Rekorde der Sonnenscheindauer vom Jahr 2008 geknackt, und auch in Neuchâtel wurden die Höchstwerte vom Jahr 1998 um einige Stunden übertroffen. Dies ist umso bemerkenswerter, da die Messreihen in Genf und Basel rund 150 Jahre zurückreichen.

Am meisten Sonne gab es im Tessin auf der Cimetta mit 221 Stunden, was ebenfalls einem neuen Rekord entspricht. Als Vergleich: In einem durchschnittlichen Hochsommermonat Juli werden im Mittelland 200 bis 230 Stunden Sonne erwartet.

In Bern und Basel gab es mehr Sonnenstunden als in Samedan, im Engadin. Grafik: MeteoNews

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