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Menschen in indischer Millionenstadt kämpfen gegen Hochwasser

Seit Tagen stehen indische Städte unter Wasser, darunter die Millionenstadt Srinagar. Helikopter sind im Einsatz, um das Gebiet zu evakuieren. Menschen wenden sich auf ungewöhnliche Weise an die Behörden.

Gefährliche Dämpfe: Zwei Frauen in der Region Kaschmir bedecken ihr Gesicht, um sich vor dem Gestank toter Tiere zu schützen. (14. September 2014)
Gefährliche Dämpfe: Zwei Frauen in der Region Kaschmir bedecken ihr Gesicht, um sich vor dem Gestank toter Tiere zu schützen. (14. September 2014)
Keystone
Zehntausende Menschen verloren ihre Häuser: Bewohner der Region Kaschmir werden evakuiert. (7. September 2014)
Zehntausende Menschen verloren ihre Häuser: Bewohner der Region Kaschmir werden evakuiert. (7. September 2014)
Dar Yasin, Keystone
Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen: Ein Mann betrachtet in Jammu, Kashmir, die Fluten eines Flusses. (5. September 2014)
Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen: Ein Mann betrachtet in Jammu, Kashmir, die Fluten eines Flusses. (5. September 2014)
Keystone
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Nach tagelangem schweren Monsunregen im Norden Indiens sind grosse Teile der 1,2-Millionen-Stadt Srinagar überschwemmt. In einigen Gebieten stehe das Wasser vier Meter hoch, sagte Generalleutnant Subrata Saha dem indischen Sender CNN-IBN.

Die Streitkräfte hätten per Boot und mit Helikoptern 17'000 Menschen aus ihren Häusern gerettet, seit der Fluss Jhelum im Bundesstaat Jammu und Kaschmir über die Ufer trat und Dämme durchbrach.

Zahlreiche Bewohner retteten sich in höhere Stockwerke, warteten auf Balkonen oder kletterten auf Dächer. Viele hatten weder Strom noch frisches Wasser, auch Telefonleitungen und Handynetze waren zusammengebrochen. Neue Todeszahlen veröffentlichten die Behörden zunächst nicht. Bis Sonntag waren knapp 150 Menschen in den Fluten gestorben. Auf der anderen Seite der Grenze, im pakistanischen Teil Kaschmirs, gab es 110 Tote.

Hilferufe auf Facebook und Twitter

Die Helfer versuchten, per Helikopter Nahrungsmittel und Medikamente zu den Eingeschlossenen zu bringen, sagte O.P. Singh, Generaldirektor der nationalen Katastrophentruppe Indiens. Die Hilfe war wegen der fehlenden Kommunikationsmöglichkeiten schwierig. Zahlreiche Menschen gaben ihre Position über Twitter oder Facebook weiter und flehten die Behörden an, ihnen zu helfen.

Nach Angaben des Senders stehen alle Spitäler Srinagars unter Wasser. Die einzige direkte Strasse zwischen der Stadt Jammu am Fusse des Himalayas und Srinagar im Kaschmir-Tal ist seit Tagen wegen der Fluten gesperrt. In Jammu gingen die Überschwemmungen langsam zurück.

See in Nepal wird abgelassen

Auch im indischen Bundesstaat Bihar wurde laut indischen Medien erneut eine Flutwarnung herausgegeben. Ein vor einem Monat in Nepal aufgestauter Himalaya-Fluss werde nun abgelassen, berichtete die Zeitung «Hindustan Times».

Ein gewaltiger Erdrutsch hatte das Sunkoshi-Tal blockiert, woraufhin sich ein kilometerlanger Stausee bildete. Am Wochenende gelang es der nepalesischen Armee, einen Kanal durch den natürlichen Damm fertigzustellen und den See abzulassen.

In Südasien kommt es wegen des Monsunregens jedes Jahr zu Überschwemmungen. Erst vor zwei Wochen waren allein im nordindischen Bundesstaat Bihar 1,8 Millionen Menschen von Überflutungen betroffen. Auch im Nordosten des Landes litten zu der Zeit etwa 1,2 Millionen Menschen unter Hochwasser, als Flüsse wie der mächtige Brahmaputra über die Ufer traten.

SDA/rar

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