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Millionen Menschen auf der Flucht vor den Fluten

Das Ausmass der Zerstörung durch die Überschwemmungen in Pakistan und Indien wird immer grösser. Die Fluten sollen erst in einer Woche zurückgehen.

Millionen Menschen sind in Indien und Pakistan auf der Flucht: Ein Mädchen erreicht ein Auffanglager. (14. September 2014)
Millionen Menschen sind in Indien und Pakistan auf der Flucht: Ein Mädchen erreicht ein Auffanglager. (14. September 2014)
Reuters
Notmassnahme für die Stadt Multan: Das pakistanische Militär hat begonnen, Deiche zu sprengen, damit das Wasser abfliessen kann. (12. September 2014)
Notmassnahme für die Stadt Multan: Das pakistanische Militär hat begonnen, Deiche zu sprengen, damit das Wasser abfliessen kann. (12. September 2014)
AFP
Die Schweren Überschwemmungen haben bereits fast 500 Menschen das Leben gekostet.
Die Schweren Überschwemmungen haben bereits fast 500 Menschen das Leben gekostet.
Arif ALI, AFP
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Hunderttausende Menschen in Indien und Pakistan sind wegen der schweren Überflutungen von der Aussenwelt abgeschnitten. Mehr als 500 Menschen sind durch die Fluten bereits zu Tode gekommen. Millionen mussten fliehen.

In Indien sassen am Wochenende noch rund 150'000 Menschen fest. In Pakistan warteten Bewohner in mehr als 100 überschwemmten Dörfern auf Hilfe.Tausende Bewohner wurden in Zentralpakistan in Sicherheit gebracht und mit Hilfsgütern versorgt, sagte der Zivilverwalter Zahid Saleem am Samstag. Laut dem staatlichen Fernsehen waren Tausende Polizisten, Soldaten und andere Helfer mit Helikoptern und Booten im Einsatz.

Starkregen im Himalaya als Ursache

Die Überschwemmungen begannen am 3. September nach tagelangem Starkregen im Himalaya. Laut der Katastrophenschutzbehörde (NDMA) sind bereits rund 280 Menschen in der ostpakistanischen Provinz Punjab und im pakistanischen Teil Kaschmirs ums Leben gekommen.

Auch die Region Gilgit-Baltistan im Norden des Landes ist betroffen. Mehr als zwei Millionen Menschen im Punjab und Sindh seien geflohen. Die Fluten würden frühestens in einer Woche zurückgehen.

Rettungsaktionen unterbrochen

Im Nachbarland Indien gingen die Rettungsaktionen im Bundesstaat Jammu und Kaschmir am Wochenende weiter. Sie wurden durch neue Regenfälle behindert, die Luftwaffe musste ihre Bergungsflüge am Sonntagmorgen unterbrechen. 149'000 Menschen seien bereits an sichere Orte gebracht worden, doch weitere rund 150'000 sitzen noch in der Region fest, berichtete der Sender NDTV.

80 Flugzeuge und Helikopter seien im Einsatz. Wettervorhersagen zufolge sollte es noch bis Montag weiterregnen, was die Situation für die grösstenteils im Freien ausharrenden Menschen verschlimmerte.

Ausbruch von Seuchen befürchtet

Wichtige Autobahnen und Strassen waren nicht befahrbar. Hunderte drängten sich in Krankenlagern. Viele von ihnen litten an Durchfall, Infektionen oder Ausschlägen, berichtete die Zeitung «Hindustan Times». Jetzt, da das Wasser allmählich zurückgehe, befürchten die Ärzte den Ausbruch von Seuchen. Sauberes Trinkwasser sei knapp.

Mit sinkendem Pegel zeigt sich vielerorts auch das wahre Ausmass der Zerstörung. «Srinagar ist völlig ertrunken, es ist nicht wiederzuerkennen. Fast alles liegt in Trümmern», sagte ein Mitarbeiter des indischen Katastrophenschutzes.

SDA/ldc

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