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Mit Haaren gegen den Ölfilm

Mit Hilfe von Haarresten will Louisiana den Ölfilm vor der Küste aufsagen. Friseursalons im ganzen Land beteiligen sich an der ungewöhnlichen Aktion.

Für einen guten Zweck: Daisye Suduran vom Ritz Carlton in New Orleans präsentiert in Nylon gestopfte Haarbündel. Sie sollen helfen den Ölfilm aufzusaugen.
Für einen guten Zweck: Daisye Suduran vom Ritz Carlton in New Orleans präsentiert in Nylon gestopfte Haarbündel. Sie sollen helfen den Ölfilm aufzusaugen.
Keystone
Die Haarbündel stapeln sich: Rund 370'000 Friseure und 100'000 Haustiersalons haben an der Aktion teilgenommen.
Die Haarbündel stapeln sich: Rund 370'000 Friseure und 100'000 Haustiersalons haben an der Aktion teilgenommen.
Keystone
Auch der Barbier Nathan Maggiore sammelt fleissig die Haarreste seiner Kunden.
Auch der Barbier Nathan Maggiore sammelt fleissig die Haarreste seiner Kunden.
Keystone
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Was heute noch abgeschnittene Locken in Friseursalons waren, könnte schon morgen im Kampf gegen den Ölteppich im Golf von Mexiko zum Einsatz kommen. Menschen aus aller Welt haben den Aufruf des gemeinnützigen Netzwerks Matter of Trust unterstützt, ihr abgeschnittenes Haar und die Fellreste ihrer geschorenen Haustiere zu spenden, um sie beim Auffangen des Ölfilms vor der US-Küste einzusetzen.

Rund 370'000 Friseure, 100'000 Haustiersalons und zahlreiche Schäfer hätten sich bislang an der Aktion beteiligt und tonnenweise Haare und Fellreste geschickt, sagte Lisa Gautier vom Matter of Trust der Nachrichtenagentur AFP.

Täglich 200'000 Kilogramm Haare

Die Haare werden gesammelt und von freiwilligen Helfern in grosse, lange Nylonstrümpfe gestopft. Diese werden dann zusammengebunden und ins Meer und an den Strand gelegt, um den Ölfilm aufzusaugen, der sich nach dem Untergang einer Ölplattform im Golf von Mexiko ausbreitet und die Küsten bedroht.

Seit Freitag erhielt das Netzwerk täglich rund 200'000 Kilogramm Haare und Fell, minütlich unterzeichnen rund 50 Menschen oder Firmen den Aufruf und beteiligen sich an den «Spenden». Vor einigen Tagen folgte auch eine grosse Organisation von Transvestiten dem Aufruf und spendete laut Gautier ihre «sehr langen» Nylonstrümpfe.

AFP/jak

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