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Mögliches Wrackteil im Indischen Ozean gesichtet

Die Suche nach der verschollenen Boeing läuft auf Hochtouren – und stellt Piloten und Seeleute vor gewaltige Herausforderungen. Unterdessen gibt es eine neue Spur.

Vom verschwundenen malaysischen Passagierflugzeug gibt es möglicherweise eine neue Spur: Auf chinesischen Satellitenbildern sei im südlichen Suchkorridor vor der Westküste Australiens ein grosses Objekt zu sehen, bei dem es sich um einen Teil des Flugzeugs handeln könne, teilten malaysische und chinesische Behörden mit.

Die nun veröffentlichten Aufnahmen zeigen schwimmende Objekte 120 Kilometer von der Stelle entfernt, wo Australien bereits verdächtige Teile geortet hatte.

Am Dienstag aufgenommen

Über die neuen chinesischen Aufnahmen berichtete zuerst Malaysias Verkehrsminister Hishammuddin Hussein auf einer Pressekonferenz in Kuala Lumpur. Später veröffentlichte Peking die am vergangenen Dienstag aufgenommenen Bilder. Darauf war unter anderem ein Teil mit einer Grösse von 22,5 mal 13 Metern zu sehen.

Auf der Grundlage australischer Satellitenbilder vom vergangenen Sonntag wird bereits in der Region im Indischen Ozean etwa 2500 Kilometer südwestlich der australischen Stadt Perth nach der Maschine gesucht.

Multinationale Suchaktion

26 Länder beteiligen sich unterdessen an der Suche. Sechs australische Flugzeuge waren mit modernster Technik im Einsatz. Zudem sind chinesische, britische und australische Schiffe unterwegs in das Gebiet.

Die Boeing 777 mit 239 Menschen an Bord, davon 153 Chinesen, war vor zwei Wochen, am 8. März, auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking von den Radarschirmen verschwunden. Später stellte sich heraus, dass die Maschine noch stundenlang mit geänderter Route weitergeflogen sein muss, während die Kommunikationssysteme an Bord offenbar von Hand abgeschaltet wurden.

Entführung, Sabotage oder Brand

Bislang haben Experten drei Erklärungen für das mysteriöse Verschwinden von Flug MH370: Entführung, Sabotage durch die Piloten oder eine Katastrophe wie etwa ein Brand, der Crew und Passagiere ausser Gefecht setzte. In letzterem Fall könnte die Maschine noch stundenlang per Auto-Pilot weitergeflogen sein, bis ihr der Treibstoff ausging.

Im Hotel Lido in Peking schritt die Polizei am Samstag ein, als Angehörige von Passagieren der Maschine malaysische Behördenvertreter bedrohten und Antworten forderten. «Sagt uns die Wahrheit, gebt uns unsere Angehörigen zurück», riefen sie. Die Behördenvertreter verliessen den Raum, als Polizisten hereinkamen, um die Lage zu beruhigen.

Verkehrsminister Hishammuddin sagte auf seiner Pressekonferenz, er wisse, dass die Situation «für alle sehr hart» sei, «vor allem für die Familien». Die malaysischen Behörden stehen bei den Angehörigen wegen ihrer Informationspolitik in der Kritik. Viele hoffen, dass das Flugzeug nicht abgestürzt, sondern irgendwo gelandet sein könnte.

SDA/ajk

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