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Mutter und ihre fünf Kinder sterben in brennendem Zelt

Ein Brand in einem philippinischen Flüchtlingscamp hat beinahe eine ganze Familie ausgelöscht - ein einziges Kind kämpft noch um sein Leben.

Hier stand das Zelt, in dem die Mutter und ihre Kinder wohnten: Flüchtlingscamp in der Nähe von Tacloban, Philippinen. (28. Mai 2014)
Hier stand das Zelt, in dem die Mutter und ihre Kinder wohnten: Flüchtlingscamp in der Nähe von Tacloban, Philippinen. (28. Mai 2014)
Marlon Tano, AFP

Durch ein Feuer sind eine Mutter und fünf ihrer Kinder in einem Zelt für Taifunopfer auf den Philippinen ums Leben gekommen. Der Brand sei durch eine Kerosinlampe ausgelöst worden und habe schnell auf die Zeltwände übergegriffen, teilten die Behörden von Tacloban mit. Ein weiteres Kind, ein siebenjähriger Junge, habe das Unglück als einziges überlebt und kämpfe um sein Leben. Das jüngste Kind war vier Monate alt, das älteste zwölf Jahre.

Im November war der Taifun «Haiyan» über das Inselreich hinweggefegt und hatte mindestens 6200 Menschen getötet und mehr als vier Millionen vertrieben. Zehntausende Menschen wurden obdachlos und leben seitdem in Zeltstädten.

Das Zelt war eines von 40, die nach dem Taifun als Übergangsunterkunft im Bezirk San Jose aufgestellt worden waren. Der Vorfall macht deutlich, wie langsam der Wiederaufbau von Häusern für Zehntausende Überlebende voran geht.

Regensaison bringt neue Probleme

Der Brand dauerte den Behördenangaben zufolge nur rund zehn Minuten. Bei Ausbruch hätten alle geschlafen. «Nachdem sie den Taifun überlebt hatten, starben sie nun unglücklicherweise in einem Feuer», sagte der Beauftragte der Katastrophen-Verwaltung von Tacloban.

Es sei ein grosses Problem, dass so viele Menschen in Zelten lebten. Man habe schon häufig gesagt, dass die Zelte ein grosses Risiko darstellten - sie seien leicht entflammbar. «Und wir haben die Regierung gebeten, sie durch sicherere Notunterkünfte zu ersetzen.» Lediglich 1000 provisorische Häuser aus Holz mit feuerverzinkter Überdachung seien bislang gebaut, während immer noch 14'000 Familien in der Stadt und in ungeschützten Küstendörfern wohnten und umgesiedelt werden müssten.

Die von den Vereinten Nationen gespendeten Zelte seien an einer Stelle aufgebaut worden, an der Überschwemmungsgefahr herrsche, sagte der Katastrophen-Beauftragte. Bald werde die Regensaison beginnen und weitere Probleme bringen.

SDA/thu

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