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Nach Apéro in Asylheim geblieben – Anzeige

Die Kantonspolizei Graubünden ermittelt gegen sechs Personen, die nach einem Besuchsapéro in der Notunterkunft Waldau für abgewiesene Asylbewerber verbotenerweise die Siedlung erkundet haben.

Umstritten: Die Containersiedlung Waldau in Landquart.
Umstritten: Die Containersiedlung Waldau in Landquart.
Keystone

Die Betroffenen sollen sich nach dem Apéro Anordnungen der Sicherheitskräfte widersetzt haben, die Containersiedlung zu verlassen.

Rund 200 Personen waren am Nachmittag von Allerheiligen einem Aufruf des Komitees «SOS Menschlichkeit Valzeina/Waldau» gefolgt, um sich bei einem Apéro ein Bild von den Lebensumständen der acht abgewiesenen Asylbewerber in der umstrittenen Containersiedlung zu machen. Ein Dutzend von ihnen betrat die Siedlung. Sechs Personen weigerten sich auch nach der Anordnung der Polizei, das Gelände wieder zu verlassen, sagte Daniel Zinsli, Mediensprecher der Kantonspolizei Graubünden, am Dienstag zu einem Bericht in der Zeitung «Südostschweiz».

Anzeige wegen Ungehorsams gegen die Polizei

Das Gelände, auf dem die Containersiedlung steht, ist im Besitz des Kantons Graubünden. Justizdirektorin Barbara Janom Steiner hatte nach dem Begegungsapéro vor den Medien erklärt, der Kanton werde keine Anzeige erstatten.

Die Aussage der Regierungsrätin beziehe sich auf Hausfriedensbruch, ein Antragsdelikt, sagte Polizeisprecher Zinsli. Ungehorsam gegen die Polizei sei dagegen ein Offizialdelikt. Die Polizei habe deshalb aktiv werden müssen.

SDA/oku

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