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Napoleons Liebesbriefe für eine halbe Million Euro versteigert

Frankreichs ehemaliger Kaiser hatte offenbar auch eine äusserst romantische Seite.

Attacke: Der US-Schauspieler Mark Schneider als Napoleon Bonaparte bei der Nachstellung der Schlacht von Austerlitz in der Slowakei. (2. Dezember 1917)
Attacke: Der US-Schauspieler Mark Schneider als Napoleon Bonaparte bei der Nachstellung der Schlacht von Austerlitz in der Slowakei. (2. Dezember 1917)
David W. Cerny, Reuters

Drei Liebesbriefe mit inbrünstigen Liebesschwüren von Napoleon Bonaparte an seine Ehefrau Josephine sind in Paris für mehr als eine halbe Million Euro versteigert worden. Die zwischen 1796 und 1804 geschriebenen Briefe fanden für 513'500 Euro einen Käufer, wie das Auktionshaus Drouot mitteilte. Ausserdem kamen bei der Auktion weitere historische Gegenstände aus der Konkursmasse einer Investmentfirma unter den Hammer.

In dem Brief aus dem Jahr 1796 beklagt sich Napoleon während seines Italienfeldzuges, keine Neuigkeiten von Josephine zu erhalten. «Kein Brief von dir, meine reizende Freundin, du hast also liebliche Beschäftigungen, denn du vergisst deinen Ehemann, der inmitten aller Angelegenheiten und äusserster Müdigkeit nur an dich denkt, nur dich begehrt. (...). Ich bin isoliert. Du hast mich vergessen.»

Bei der Auktion in der französischen Hauptstadt wurden am Donnerstag zahlreiche weitere historische Gegenstände versteigert. So erzielte eine von der Wehrmacht verwendete Enigma-Verschlüsselungsmaschine aus dem Zweiten Weltkrieg einen Preis von 48'100 Euro.

Manuskript eines Journalisten sehr begehrt

Auch ein Manuskript des revolutionären Journalisten Camille Desmoulins, der 1794 guillotiniert wurde, kam unter den Hammer. Die Schrift, die er während seines Prozesses zu seiner Verteidigung angefertigt hatte, wurde für 24'700 Euro versteigert.

Die Werke stammten aus einer Sammlung, die das inzwischen bankrotte Investmentunternehmen Aristophil zusammengetragen hatte. Es war vor vier Jahren infolge eines Skandals dicht gemacht worden, bei dem es um die Veruntreuung von Kundeneinlagen in Höhe von 850 Millionen Euro ging. Die vorherigen 14 Auktionen mit Gegenständen aus der Aristophil-Sammlung hatten insgesamt 26,4 Millionen Euro eingebracht.

AFP/fal

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