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Neonazi bewachte Asylheim in Heidenau

Ein Wachmann, der vor einer Unterkunft für Flüchtlinge arbeitete, ist NPD-Sympathisant. Er hetzte auf Facebook gegen Asylbewerber.

Bei den Ausschreitungen von Rechtsextremen in Heidenau wurden mehr als 30 Polizisten verletzt.
Bei den Ausschreitungen von Rechtsextremen in Heidenau wurden mehr als 30 Polizisten verletzt.
Keystone
Bewohner von Heidenau demonstrierten friedlich gegen die neue Unterkunft für Flüchtlinge.
Bewohner von Heidenau demonstrierten friedlich gegen die neue Unterkunft für Flüchtlinge.
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«Keinen Millimeter Raum für Rechtsextreme»: Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) bei seinem Besuch in Heidenau.
«Keinen Millimeter Raum für Rechtsextreme»: Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) bei seinem Besuch in Heidenau.
Keystone
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Ein rechtsextremer Hooligan soll die Flüchtlingsunterkunft im sächsischen Heidenau bewacht haben. Er war auch während der rechtsextremen Krawalle im Einsatz. Das Antifa Recherche Team Dresden (ART) hatte den 22-jährigen Philipp B. am Eingang zum Gelände wiedererkannt, schreibt die «Süddeutsche Zeitung». Der Dresdner bekenne sich auf Facebook zur rechtsextremen NPD und zur rechtslastigen Hooligan-Gruppierung Army of Dresden West.

Ein Foto zeigt den Mann bei der Einlasskontrolle am Gelände des ehemaligen Baumarkts. Dort sind seit dem 21. August 250 Flüchtlinge untergebracht. Auch während des Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel soll B. dort als Sicherheitsmann gearbeitet haben, heisst es auf sueddeutsche.de.

In der sächsischen Kleinstadt Heidenau hatten vor knapp zwei Wochen hunderte Rechtsextreme vor einer behelfsmässigen Flüchtlingsunterkunft randaliert. Mehr als 30 Polizisten wurden verletzt.

Hetze auf Facebook

Die NPD hatte zu Protesten aufgerufen, im Anschluss kam es zu den Ausschreitungen. Vor Ort war auch der ehemalige NPD-Landtagsabgeordnete Rene Despang. Sowohl mit Rene Despang als auch mit dem NPD-Bundesparteivorstand Jens Pühse sei der Security-Mitarbeiter Philipp B. im sozialen Netzwerk Facebook befreundet.

Dort hetze er auch gegen Flüchtlinge, indem er sie als «Asylschmarotzer» bezeichne und «Kastration und Zwangsausweisungen» für kriminelle Ausländer unterstütze. Einen NPD-Werbespot zur Bundestagswahl 2013 bezeichnete er dem Bericht zufolge als «sehr gelungen».

Für den Wachschutz in der Heidenauer Flüchtlingsunterkunft ist die Firma Securitas zuständig. «Wir untersuchen den Fall. Wir haben bereits reagiert und den Mann vom Objekt abgezogen», sagt deren Sprecher Bernd Weiler der «Süddeutschen Zeitung».

B. habe für einen Subunternehmer von Securitas gearbeitet, der kurzfristig hinzugezogen worden sei. Die Personalunterlagen, darunter auch das polizeiliche Führungszeugnis, seien einwandfrei gewesen.

AFP/ij

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