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Niemand will Erschiessungen befohlen haben

Im Mordprozess gegen Erwin Sperisen, Ex-Polizeichef von Guatemala, hört sich das Gericht diese Woche eine Reihe Entlastungszeugen an.

Der ehemalige Polizeichef von Guetemala, Erwin Sperisen, wurde in Genf  zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt.
Der ehemalige Polizeichef von Guetemala, Erwin Sperisen, wurde in Genf zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt.
Harold Cunningham, AFP
Sperisen, hier mit seiner Frau Elisabeth, wurde bereits 2014 und 2015 wegen Mordes schuldig gesprochen. 2017 hob das Bundesgericht das Urteil allerdings auf.
Sperisen, hier mit seiner Frau Elisabeth, wurde bereits 2014 und 2015 wegen Mordes schuldig gesprochen. 2017 hob das Bundesgericht das Urteil allerdings auf.
Harold Cunningham, AFP
Besitzt den Schweizer Pass: Der damalige Polizeichef Erwin Sperisen während einer Polizeipatrouille in Guatemala-Stadt im Jahr 2005.
Besitzt den Schweizer Pass: Der damalige Polizeichef Erwin Sperisen während einer Polizeipatrouille in Guatemala-Stadt im Jahr 2005.
Rodrigo Abd, Keystone
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Zehn aussergerichtliche Erschiessungen von Häftlingen werden Erwin Sperisen, Ex-Polizeichef von Guatemala mit Schweizer Pass, zur Last gelegt. Weil Sperisen 2007 nach Genf floh, wird ihm dafür derzeit in der Schweiz der Prozess gemacht. Staatsanwalt Yves Bertossa wirft dem 43-Jährigen vor, er habe im Jahr 2005 Polizisten den Befehl gegeben, drei ausgerissene Häftlinge zu erschiessen. 2006 soll er sich gemäss Anklageschrift bei sieben weiteren Erschiessungen während einer Operation im Gefängnis Pavón in der Nähe oder sogar unmittelbar beim Tatort aufgehalten haben. Darüber hinaus beschuldigt der Staatsanwalt Sperisen, einen Häftling eigenhändig umgebracht zu haben.

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