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Notstand im kalifornischen «Paradies»

Eine riesige Gaswolke bedroht einen Nobelvorort von Los Angeles und erfordert die Zwangsumsiedlung der Anwohner. Der Gouverneur hat den Notstand ausgerufen, doch eine rasche Lösung ist nicht in Sicht.

Mit blossem Auge nicht erkennbar: Eine Aufnahme der Umweltschutzorganisation Environmental Defense Fund and Earthworks (EDF) macht das austretende Gas sichtbar. (17. Dezember 2015)
Mit blossem Auge nicht erkennbar: Eine Aufnahme der Umweltschutzorganisation Environmental Defense Fund and Earthworks (EDF) macht das austretende Gas sichtbar. (17. Dezember 2015)
Environmental Defense Fund and Earthworks (EDF), Keystone
Die Southern California Gas Company versucht die defekte Pipeline zu verschliessen: Ein Bohrturm in Porter Ranch. (9. Dezember 2015)
Die Southern California Gas Company versucht die defekte Pipeline zu verschliessen: Ein Bohrturm in Porter Ranch. (9. Dezember 2015)
Dean Musgrove, Keystone
Los Angeles in Sichtweite: Das Gas tritt knapp 50 Kilometer nordwestlich vom Stadtzentrum aus der Pipeline. (3. November 2015)
Los Angeles in Sichtweite: Das Gas tritt knapp 50 Kilometer nordwestlich vom Stadtzentrum aus der Pipeline. (3. November 2015)
Javier Mendoza, Keystone
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Die Methangaswolke hängt bereits seit zehn Wochen über Porter Ranch, einer abgesicherten, geschlossenen Gemeinde von 30’000 Anwohnern. Alle Versuche, das Leck in einem nahe gelegenen Gasreservoir zu stopfen, schlugen bislang fehl. Hunderte von Familien haben ihre Häuser verlassen, und die Schulen wurden geschlossen. Anwohner klagen über Kopf- und Halsweh, Nasenbluten und Schwindelanfälle. Die Luftvergiftung sei die grösste Umweltkatastrophe seit der BP-Ölpest von 2010 im Golf von Mexiko, sagt die Umweltaktivistin Erin Brockovich. Sie machte sich bereits vor 20 Jahren einen Namen mit einem spektakulären Schadenersatzprozess in Kalifornien und hat nun auch eine Klage gegen die verantwortliche Erdgasfirma eingereicht.

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