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Oslo plant psychiatrische Klinik für Breivik

In Norwegen gibt es bislang keine Psychiatrie, die als sicher genug für Breiviks Unterbringung gilt. Vorsorglich soll nun laut der Regierung ein Gefängnistrakt zur Klinik umgebaut werden.

Ob Gefängnis oder Unterbringung in psychiatrischer Klinik: Breivik wird nach dem Urteil weiterhin in einem Hochsicherheitstrakt untergebracht.
Ob Gefängnis oder Unterbringung in psychiatrischer Klinik: Breivik wird nach dem Urteil weiterhin in einem Hochsicherheitstrakt untergebracht.
Keystone

Der 33-jährige Attentäter Breivik ist während seines Prozesses im Hochsicherheitsgefängnis Ila bei Oslo untergebracht. Es gilt als einzige Einrichtung, die genügend sicher ist.

Ein Trakt dieses Hochsicherheitsgefängnisses soll laut der norwegischen Regierung nun zu einem psychiatrischen Spital umgebaut werden. Dieses sei für «sehr spezielle Fälle» wie Breivik vorgesehen, erklärte der stellvertretende norwegische Gesundheitsminister Robin Koss am Donnerstag. Die noch ausstehende Absegnung durch das Parlament sei eine Formsache. Zudem müsse noch das Gesundheitsamt der Klinik den Status eines Spitals erteilen.

Gefängnis oder Psychiatrie

Der 33-Jährige hatte im vergangenen Sommer bei Anschlägen auf der Insel Utöya und in Oslo 77 Menschen getötet. Ihm droht eine Haftstrafe von 21 Jahren, die anschliessend verlängert werden kann, oder eine Unterbringung in einer psychiatrischen Anstalt. Das Urteil wird Ende Juli oder Ende August erwartet.

SDA/mw

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