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Passagierflugzeug zerbricht bei Notlandung

In über 9000 Meter Höhe fiel das Triebwerk einer russischen Maschine aus. Bei der anschliessenden Notlandung in Moskau kam es zum eigentlichen Unglück.

Bei der Notlandung einer Passagiermaschine in Moskau sind am Samstag zwei der mindestens 155 Insassen ums Leben gekommen. Etwa 40 wurden verletzt. Der Pilot versuchte, das Flugzeug nach einem Triebwerksausfall auf dem Domodedewo-Flughafen zu landen. Dabei sei die Maschine über die Rollbahn hinausgeschossen und habe ein Gebäude gerammt, hiess es in einer Mitteilung der Untersuchungsbehörde. Das Flugzeug sei in drei Teile zerbrochen, sagte der Passagier Witali Tschumak der russischen Nachrichtenagentur Interfax.

Die Tupolew Tu-154 der Fluggesellschaft Dagestan Airlines war auf dem Moskauer Flughafen Wnukowo gestartet und auf dem Weg nach Machatschkala in Dagestan, teilte der Sprecher der Luftfahrtbehörde mit. Über die Anzahl der Passagiere gibt es unterschiedliche Angaben. Die Luftfahrtbehörde sprach von 155 Menschen an Bord, das Katastrophenministerium von 168 Passagieren und acht Besatzungsmitgliedern.

Triebwerksausfall in 9100 Meter höhe

Der Triebwerksausfall habe sich rund 80 Kilometer nach dem Start in einer Höhe von 9100 Metern ereignet, sagte Behördensprecher Sergej Iswolski. Zwei der Motoren seien sofort ausgefallen, der Dritte während des Landeanflugs, hiess es in einer Mitteilung der Untersuchungskommission.

Die russische Fluggesellschaft Aeroflot hat wegen Sicherheitsbedenken nach einer Reihe von Unfällen mittlerweile alle ihre Maschinen vom Typ Tu-154 aus dem Dienst genommen. Kleinere Fluglinien setzen aber weiterhin auf das Flugzeug, das erstmals in den 1970er Jahren in Betrieb genommen wurde. Auch die polnische Präsidentenmaschine, die mit dem damaligen Staatschef Lech Kaczynski an Bord im April bei dichtem Nebel kurz vor der Landung in der westrussischen Stadt Smolensk abstürzte, war eine Tu-154.

AFP/mrs

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