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Piraten suchen nach zuverlässiger Kontaktperson

Die somalischen Piraten, die einen saudiarabischen Supertanker entführten, haben nach eigenen Worten noch keinen Kontakt zu den Eigentümern des Schiffes.

Die Sirius Star ist befreit. Dies war der lukrativste Fang für die Piraten.
Die Sirius Star ist befreit. Dies war der lukrativste Fang für die Piraten.
Keystone
Somalische Piraten entern das chinesische Schiff «Zhenhua 4» am 17. Dezember 2008...
Somalische Piraten entern das chinesische Schiff «Zhenhua 4» am 17. Dezember 2008...
Keystone
Eine zerstörte Kabine des Tankers «Kapitan Maslov», der ebenfalls von somalischen Piraten angegriffen wurde, schliesslich aber entkam.
Eine zerstörte Kabine des Tankers «Kapitan Maslov», der ebenfalls von somalischen Piraten angegriffen wurde, schliesslich aber entkam.
Keystone
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Bislang seien nur Mittelsmänner an sie herangetreten, die aber allesamt nicht verlässlich seien, sagte ein Sprecher der Seeräuber, der seinen Namen mit Daybad angab, dem britischen Rundfunksender BBC.

«Natürlich haben wir das Schiff wegen Lösegeld gekapert», sagte er. «Wir haben aber niemand Zuverlässigen, mit dem wir direkt reden könnten.»

Der Crew geht es gut

Der Kapitän des Tankers «Sirius Star», Marek Hishky, sagte der BBC, er und seine Besatzung hätten keinen Grund, sich über die Behandlung durch die Piraten zu beklagen. Es sei ihnen erlaubt worden, mit ihren Familien zu sprechen.

Die «Sirius Star» war am 15. November gekapert worden. Die Ladung des Tankers umfasst zwei Millionen Barrel Öl im Wert von rund 100 Millionen Dollar.

Drohungen muslimischer Extremisten

Der somalische Klanführer Abdisalan Khalif Ahmed sagte der Nachrichtenagentur AP, der Supertanker sei bereits am Sonntag rund 45 Kilometer von der Stadt Harardhere weggesteuert worden. Hintergrund könnten Drohungen islamischer Extremisten gegen die Seeräuber sein, da das Schiff Muslimen gehöre.

Unterdessen haben die Piraten nach Angaben der Regierung im Jemen einen weiteren Frachter gekapert. Der Kontakt zu dem jemenitischen Schiff sei am Dienstag vergangener Woche abgerissen, teilte das Innenministerium am Montag mit. Die «Adina» befand sich demnach seit einer Woche im Arabischen Meer. Angaben zur Fracht machte das Ministerium nicht.

95 Schiffe seit Jahresbeginn

In somalischen Gewässern wurden seit Jahresbeginn 95 Schiffe überfallen. Nach dem Willen von Schiffseignern sollen den Piraten im Golf von Aden mit einer internationalen Seeblockade das Handwerk gelegt werden. Die Nato, die zurzeit vier Schiffe vor der somalischen Küste im Einsatz hat, wies diesen Vorschlag am Montag jedoch zurück.

AP/sam

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